Keine Einigung bei den Verhandlungen für Caritas-Kollektivvertrag

Engagierte Unterstützung bei GPA-djp/vida Mahnwache für einen fairen Gehaltsabschluss, nächster Verhandlungstermin am 22. Februar

Wien (OTS) - Die Verhandlungen für den Kollektivvertrag der Caritas-Arbeitnehmerinnen wurden heute nachmittag ohne Ergebnis unterbrochen. "Die Vorstellungen über die Gehaltserhöhungen für die rund 12.000 Beschäftigten liegen noch zu weit auseinander. Ihre verantwortungsvolle soziale Arbeit ist den Arbeitgebern nicht einmal den Teuerungsausgleich für 2011 wert. Das heute formulierte Angebot hätte zwar eine reelle Gehaltserhöhung ab Juli beinhaltet, auf das ganze Jahr gerechnet müssten die Beschäftigten jedoch einen Einkommensverlust in Kauf nehmen. Das ist den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Caritas schlichtweg nicht zumutbar", fasst Stefan Kraker, Verhandlungsleiter der ArbeitnehmerInnen-Seite die dritte Verhandlungsrunde zusammen.

"Wir sind enttäuscht darüber, dass die Arbeitgeber-Vertreter offenbar heuer nicht bereit sind, für den Caritas-Kollektivvertrag einen eigenen Weg zu gehen. Für uns sind die Grenzen der Zumutbarkeit überschritten. Auch die Kaufkraft unserer KollegInnen muss erhalten bleiben", ergänzt Gabriele Wurzer, Bundesausschussvorsitzende des Wirtschaftsbereichs Kirchen und Religionsgemeinschaften und deren Einrichtungen in der GPA-djp und Mitglied des Verhandlungsteams.

Begleitend zu den heutigen Verhandlungen fand vor dem Verhandlungsort, der Caritas der Erzdiözese Wien in der Albrechtskreithgasse, eine öffentliche BetriebsrätInnenkonferenz statt. Die GPA-djp und die vida hatten außerdem zu einer Mahnwache geladen, insgesamt solidarisierten sich weit mehr als 100 BetriebsrätInnen und UnterstützerInnen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich mit der Forderung nach einem fairen Gehaltsabschluss für die Caritas-Angestellten. Die nächste, bereits vierte Verhandlungsrunde ist für 22. Februar vereinbart. Bis dahin werden die BetriebsrätInnen der Caritas über weitere Maßnahmen beraten.

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