Privatkrankenanstalten: Eklat bei der Kollektivvertragsverhandlung

vida-Steinkellner: "Wertschätzung der Beschäftigten muss sich in Entlohnung widerspiegeln"

Wien (OTS/vida/ÖGB) - Mit einem Eklat endete heute die dritte
Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 15.000 Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten und konfessionellen Einrichtungen. "Nachdem sich die Arbeitgeber bislang geweigert hatten, überhaupt ein Angebot für die Gehaltserhöhung vorzulegen, warteten sie heute mit einem Angebot von lächerlichen 2,5 Prozent auf die Gehaltsstufe 7 auf. Das ist weit unter der Teuerung und eine Zumutung, angesichts der Tatsache, dass die Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten ohnedies nur moderat entlohnt sind", sagt der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner. Die Gewerkschaft brach die Verhandlung nach diesem "Schandangebot" für heute ab und fordert für den nächsten Verhandlungstermin am 24. Jänner ein seriöses Angebot ein.++++

Umgelegt auf die oberen Gehaltsstufen bedeutet das Angebot der Arbeitgeberseite eine Einkommenserhöhung von 1,89 Prozent. Die Teuerungsrate für den der Verhandlung zugrunde gelegten Zeitraum lag über 3 Prozent. "Die Beschäftigten müssten sich nach den Vorstellungen der Arbeitgeber, also mit einem kräftigen Einkommensverlust, abgeben", kritisiert Steinkellner. Befremdlich ist dieses Verhalten der Arbeitgeber auch deshalb, weil sie selbst erst vor wenigen Wochen in einer Pressekonferenz auf die hohe Produktivitätssteigerung, den hohen Druck, der auf den Beschäftigten lastet, und ihre große Leistung hingewiesen hatten.

Betriebsversammlungen und Proteste im öffentlichen Raum

Aufgrund des brüskierenden Verhaltens der Arbeitgeber beschlossen die BetriebsrätInnen nach der Verhandlungsrunde, innerhalb der nächsten zwei Wochen Betriebsversammlungen in den Betrieben abzuhalten. Zusätzlich wird es auch Protestaktionen im öffentlichen Raum geben.

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