Schönborn: "Marboe hatte geradlinige christliche Haltung"

Kardinal zum Tod von ORF-Programmintendant und "Licht ins Dunkel"-Mitinitator Ernst Wolfram Marboe - Caritas-Präsident Küberl: "Sein Herz hat für Menschen in Not geschlagen"

Wien, 13.01.12 (KAP) Der ehemalige ORF-Programmintendant und Miterfinder der Aktion "Licht ins Dunkel", Prof. Ernst Wolfgram Marboe (73), ist am Donnerstagabend nach längerer schwerer Krankheit verstorben. Kardinal Christoph Schönborn würdigte Marboe als einen "engagierten und selbstbewussten Katholiken, der durch seine geradlinige christliche Haltung die Welt der Medien und der Kunst in Österreich wesentlich geprägt hat." Als Mensch und ORF-Gestalter habe er "viel Licht in das Dunkel der Menschen gebracht", sagte der Wiener Erzbischof gegenüber "Kathpress" und hob die starke Verbundenheit des Verstorbenen mit der katholischen Kirche hervor.

Als Beispiel dafür nannte der Kardinal den ersten Besuch von Papst Johannes Paul II. in Österreich im Jahr 1983, bei dem Marboe als ORF-Fernsehdirektor maßgeblich mitwirkte, insbesondere bei der Europavesper am Heldenplatz. Sehr starke Berührungspunkte zwischen Kardinal Schönborn und Ernst Wolfram Marboe gab es 20 Jahre später im Zuge des Mitteleuropäischen Katholikentags: Sowohl bei der Eröffnungsfeier 2003 im Wiener Stephansdom als auch beim Höhepunkt, der "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell im Mai 2004, habe sich der "Mitteleuropäer Marboe mit seiner medialen und künstlerischen Kompetenz" eingebracht. Er war in allem ein "glaubwürdiger und praktizierender Katholik, ohne Hang zu Frömmelei", so Kardinal Schönborn.

Küberl: "Sein Herz hat für Menschen in Not geschlagen"

Durch die "Jahrhunderterfindung" der Sendung "Licht ins Dunkel" sei es Marboe gelungen, den Blick der Medien auf Menschen in Not zu lenken. Das betonte Caritas-Präsident und ORF-Stiftungsrat Franz Küberl gegenüber "Kathpress". Ernst Wolfram Marboe war "ein ganz Großer der öffentlich-rechtlichen Rundfunks" und er habe "viel dazu beigetragen, dass der ORF im positivsten Sinn populär wurde". Für Küberl war der Verstorbene "ein Mann mit Esprit, Kreativität und Kraft": "Sein Herz hat für die Menschen in Not geschlagen."

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