Erneuerbare Energie - FPÖ für raschen Ausbau der Leitungsnetze

Hofer: Investitionen in Smart Metering und Smart Grids vorziehen

Wien (OTS) - Mit dem Beschluss über das neue Ökostromgesetz und mit der weiteren Annäherung der Kosten für Erneuerbarer Energieträger an Marktpreise wird es in den nächsten Jahren zu einer massiven Zunahme des Anteils von Windkraft und Photovoltaik in den Leitungsnetzen kommen. Eine Entwicklung, die sehr zu begrüßen ist. Gemeinsam mit Wasserkraft, Biomasse und Geothermie wird die Unabhängigkeit Österreichs von fossilen Energieträgern deutlich reduziert werden.

FPÖ-Energiesprecher NAbg. Norbert Hofer warnt davor, diese Entwicklung beim Ausbau von Übertragungs- und Verteilernetzen zu ignorieren und übt Kritik an der Haltung von Teilen der Grünen, die sich weiterhin gegen den Ausbau der notwendigen Infrastruktur aussprechen.

Hofer: "Der Einsatz Erneuerbarer Energieträger sorgt für extreme Leistungsspitzen im Netz, die abgedeckt werden müssen. Windkraftwerke bringen uns wenig, wenn die Energie an windstarken Tagen nicht transportiert werden kann und die Kraftwerke abgeschaltet werden müssen. Ich gehe außerdem davon aus, dass in Zukunft kaum ein neues Haus ohne Photovoltaikanlage gebaut werden wird. Auch die Zahl der Kleinwindkraftanlagen in Österreich nimmt bereits zaghaft zu. Hier stehen wir am Anfang einer interessanten Entwicklung. Den regionalen Verteilernetzen kommt also eine zunehmende Bedeutung zu. Während bisher die Lasten lediglich vom Verbraucherverhalten zu den verschiedenen Tageszeiten abhängig waren, spielt nun auch das Wetter eine entscheidende Rolle. Sonneneinstrahlung und Windstärke sind für die Belastung der Netze und damit für die Frage der Versorgungssicherheit von enormer Bedeutung."

Die FPÖ schlägt in diesem Zusammenhang vor, Investitionen in Smart Metering und Smart Grids vorzuziehen und dazu einen finanziellen Anreiz zu setzen: "Diese Investitionen sind in den kommenden Jahren geplant und für Energieeffizienz unentbehrlich. Da wir aufgrund der vorliegenden Prognosen davon ausgehen müssen, dass es in den kommenden zwei Jahren zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich kommen wird, ist es klug, Infrastrukturinvestitionen antizyklisch vorzuziehen und für diesen befristeten Zeitraum einen Förderimpuls zu setzen, der in etwa der Höhe der zu erwarteten Einnahmen aus der Mehrwertsteuer entspricht. Der öffentlichen Hand entstehen damit keine zusätzlichen Kosten, dem Verbraucher steht aber ein klarer Mehrwert zur Verfügung."

Hofer unterstreicht, dass erhebliche Teile der Netzinfrastruktur in Österreich bereits vor mehr als dreißig Jahren errichtet worden seien und man unter der Berücksichtigung, dass das bisherige Erzeuger-Verbraucher Modell der zukünftigen dezentralen Erzeugung und Angebotssteuerung weichen werde, Investitionskosten von mehr als 10 Milliarden Euro alleine bei den Verteilernetzen erforderlich seien und auch bei den Übertragungsnetzen aufgrund des vermehrten Einsatzes von Windenergie in Norddeutschland und im Osten Österreichs kein Ende der Investitionen in Sicht sei.

Hofer: "Ich werbe daher auch bei Grün-Mandataren im Parlament um Verständnis dafür, dass wir diese Infrastruktur benötigen, um unsere Abhängigkeit von Scheichs und Oligarchen zu verringern."

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