Gewerkschaftsforderungen für den Sozialbereich unfinanzierbar

Verhandlungen für den BAGS Kollektivvertrag 2012 unterbrochen

Wien (OTS) - "Der Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen
muss für die Organisationen in der Sozialwirtschaft finanzierbar sein. Vor dem Hintergrund der Einsparungsmaßnahmen bei den öffentlichen Haushalten ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,1 % daher völlig unrealistisch. Die ArbeitgeberInnenseite hat eine Abgeltung in Höhe der zu Beginn der Verhandlungen von beiden Verhandlungsparteien außer Streit gestellten Inflationsrate angeboten. Unter Berücksichtigung der Biennien ergäbe sich bei diesem ArbeitgeberInnenangebot bereits im Schnitt eine über der Inflation liegende Lohn- und Gehaltsanpassung. Darüber hinaus wurde von den ArbeitgeberInnen unter anderem eine Verbesserung bei der Anrechnung der Elternkarenz zugesagt.", fasst Wolfgang Gruber, Verhandlungsführer und Vorstandsvorsitzender der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) die Ergebnisse der dritten Verhandlungsrunde zusammen.

Die BAGS bedauert als ArbeitgeberInnenvertretung, dass die Verhandlungen zu keinem positiven Abschluss gebracht werden konnten. Wie bereits in den letzten Jahren liegen auch in diesem Jahr die Forderungen der Verhandlungsparteien weit auseinander. Die ArbeitgeberInnen der Sozialwirtschaft werden aber weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, die unterbrochenen Verhandlungen im Sinne eines gemeinsamen und konstruktiven Ergebnisses fortzusetzen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Februar geplant.

Die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) wurde im Bestreben, gleiche Arbeitsbedingungen für gleiche Tätigkeiten in ein und derselben Branche zu schaffen, im Februar 1997 mit freiwilliger Mitgliedschaft gegründet. Sie verhandelte in der Folge mit den Fachgewerkschaften GPA-djp und vida einen bundesweiten Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit, der Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt sowie der Arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen. Mit der Satzung des BAGS Kollektivertrages unterliegen fast 90.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen diesem Kollektivvertrag.

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Gesundheits- & Sozialberufe (BAGS)
Mag.a Maria Lenglachner
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