Stellungnahme der Volkshilfe zum Kinderwohnheim Pitten

Volkshilfe Wien begrüßt Klärung der Vorwürfe gegen ehemaligen Mitarbeiter

Wien (OTS) - Zu den aktuellen Berichten über das Kinderwohnheim Pitten betont die Volkshilfe Wien, dass die Würde und das körperliche und seelische Wohl in der Arbeit mit anvertrauten Kindern das höchste Gut ist. Aus Sorge um die Entwicklung der Kinder ist die Volkshilfe Wien daher an einer lückenlosen Aufklärung höchst interessiert. Nachdem im Juni 2010 der Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch einen Mitarbeiter des Wohnheims Pitten aufgetaucht ist, hat die Volkshilfe Wien unverzüglich gehandelt. Die zuständigen Strafverfolgungsbehörden wurden informiert und der Mitarbeiter unverzüglich abgezogen.

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat im Sommer 2010 die Anzeige sehr rasch zurückgelegt. Das Dienstverhältnis mit dem betroffenen Mitarbeiter wurde unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen schnellstmöglich aufgelöst.

Da der Schutz und das Wohl der Kinder oberste Priorität haben, wurde von den Verantwortlichen der Volkshilfe Wien sichergestellt, dass es keinen weiteren Kontakt des Mitarbeiters zu den Kindern gab. Die Kinder wurden umgehend psychologisch betreut und seitdem therapeutisch begleitet.

Aufgrund neuer Verdachtsmomente hat die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt die Untersuchungen Ende 2011 wieder aufgenommen. Diese Untersuchungen werden von der Volkshilfe Wien ausdrücklich begrüßt und uneingeschränkt unterstützt. Die Arbeit der Volkshilfe basiert auf einer klaren Menschenrechtshaltung, ein Verstoß gegen fundamentale Kinderrechte muss entsprechende Konsequenzen haben.

Die Volkshilfe Wien hat umfassende personelle und organisatorische Maßnahmen gesetzt, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern: Es wurden eine neue pädagogische Leitung eingesetzt, ein neues pädagogisches Konzept erarbeitet und verstärkte Ausbildungsmaßnahmen für die MitarbeiterInnen gesetzt. Derzeit wird auch ein neues Team aufgebaut. Im Vordergrund stehen bei allen Maßnahmen absolute Professionalität, Transparenz und Offenheit im Sinne einer guten Entwicklung der anvertrauten Kinder. In Kürze werden zwei Wohngruppen nach Wien übersiedeln.

Fazit
Die Volkshilfe Wien hat auf den im Sommer 2010 vorliegenden Verdacht rasch und umfassend reagiert und die Verdachtslage zur Anzeige gebracht. Die neuerlichen Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt werden vorbehaltslos unterstützt. Mit einem neuen Team und einem neuen pädagogischen Konzept wird die Arbeit für Kinder im Wohnheim Pitten auf eine neue Basis gestellt.

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