AMIS-Pleite - Finanzprokuratur "blufft"

Republik nimmt Abfindungsangebote ohne Erreichen der 83% Quote an!

Feldkirch (OTS) - Die Republik Österreich bemüht sich seit vielen Monaten 83% der AMIS Anleger dazu zu bewegen, einen Vergleich (Abfindungsangebot) anzunehmen, in dem 27% der Schadenssumme an den AMIS Anleger ausbezahlt werden und dieser auf den Rest der Forderung gegen die Republik Österreich gänzlich verzichtet.

Weitere Fristverlängerung - unnötiges Hinhalten der AMIS Anleger Mehr als fünf Jahre wurden die AMIS Anleger hingehalten und sollen jetzt billig abgespeist werden. Die Frist zur Unterfertigung und Rücksendung des Vergleichs wurde ein viertes Mal auf aktuell 29.02.2012 verlängert.

Heinz Kapferer, der Leiter der Gruppe BHAG "Berater helfen Amis Geschädigten", hat sich dreimal mit dem Präsidenten der Finanzprokuratur Herrn Dr. Wolfgang Peschorn und Herrn Hofrat Dr. Robert Steiner getroffen, um ein besseres Angebot als die billige Abspeisung von 27% zu erwirken. Kapferer bemängelte auch, dass die Republik eine völlig unklare Entschädigungshöhe aus Luxemburg als Basis berücksichtigt und dazu noch Anleger, die in ein Depot einbezahlt und dieses nach Verlusten umgeschichtet haben, benachteiligen.

Kapferer stieß bei seinen Gesprächen mit den Verantwortlichen der Finanzprokuratur wiederholt auf "taube Ohren" und bekam lediglich zu hören, dass es kein besseres Angebot als die 27% geben wird. Man könne auch auf die Anleger, welche umgeschichtet haben keine Rücksicht nehmen. Diese erhalten von der Republik 27% vom reduzierten Betrag (Depotwert bei Umschichtung), nicht vom eigentlichen Schaden, dem einbezahlten Betrag. Die klare Aussage, dass mindestens 83% der AMIS Anleger den Vergleich beantragen müssen, damit dieser von der Republik angenommen wird, wurde immer wieder bekräftigt.

Kapferer stellt fest, dass die Finanzprokuratur "geblufft" hat
Da alles darauf hinausläuft, dass die Entschädigungseinrichtung AeW nicht zahlungsfähig ist und daher die Republik in der AMIS-Pleite haftet, zeigt sich die Finanzprokuratur und damit die Republik wankelmütig und ist nicht pakttreu.

Von der 83%igen Zustimmungspflicht ist seit Dezember 2011 keine Rede mehr. Jeder AMIS Anleger, der das Abfindungsangebot unterschreibt, erhält von der Republik sehr rasch die 27% von der Summe, die von der Finanzprokuratur als richtig betrachtet wird. Und das obwohl sich bis jetzt nur etwa 35% aller AMIS Anleger für das Abfindungsangebot entschieden haben.

Die vielen Fristverlängerungen sind also nicht als Chance für AMIS Anleger zu werten, sondern dienen mehr der Republik, um günstig aus der AMIS-Pleite auszusteigen. Es ist nicht fair, in Kenntnis des eigenen Verschuldens, Staatsbürgern und Mitmenschen ein "Geschenk" vorzutäuschen.

"Klagsflut" gegen die Republik unvermeidlich

Kapferer war seit 2006 stets durch Gespräche mit der Republik Österreich bemüht eine angemessene Entschädigung für die AMIS Anleger zu erlangen. Nach dem "Bluff" und den gescheiterten Gesprächsversuchen soll nun aber ein anderer, harter Weg gegen die Republik eingeschlagen werden.

Bis jetzt haben 1.134 AMIS Anleger mit einer Forderungssumme von rund 13 Millionen Euro die EAS Erste Allgemeine Schadenshilfe (Prozessfinanzierer) beauftragt, um ihr Risiko auszulagern. Auch vom Anwalt der EAS wurden bereits Gespräche mit der Republik geführt und vermittelt, dass beabsichtigt wird für alle Anleger eine Klage einzubringen, wenn die Republik ihr Angebot nicht wesentlich verbessert. Die EAS hat zudem Kontakt zu anderen Anwaltskanzleien die viele AMIS Anleger vertreten aufgenommen, um eine gemeinsame koordinierte Vorgangsweise zu erreichen.

Kapferer hofft und rechnet damit, dass die EAS Anfang 2012 ihren Anwalt Dr. Hans-Jörg Vogl aus Feldkirch beauftragen wird, die Klagen für alle AMIS Anleger gegen die Republik einzubringen.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Hans-Jörg Vogl
+43 5522 77777, office@vogl.or.at, www.vogl.or.at

Heinz Kapferer
+43 676 844005666

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