Haubner zu Khol: System ändern statt Strafzahlungen fordern

Nicht Einzelmaßnahmen diskutieren oder Schuldigen suchen sondern Systemreform gefragt

Wien, 12. Jänner 2012 (OTS/Text) - Angesichts jüngster Forderungen nach Strafzahlungen für Unternehmen stellt der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner klar: "Wir haben es hier mit einem Systemproblem zu tun. Denn die derzeitige gesetzliche Regelung ermöglicht es Arbeitnehmern vor dem faktischen Pensionsantrittsalter in den Ruhestand zu gehen - und wenn es diese Option gibt, wird sie natürlich auch einvernehmlich in Anspruch genommen. Kein Arbeitnehmer wird von Unternehmen gegen seinen Willen in die Pension gedrängt." Der Ruf nach Strafzahlungen für Unternehmen sei daher äußerst verwunderlich, so Haubner. Zumal sich Seniorenvertreter Khol noch im Juni 2011 gegen Strafen für Unternehmer ausgesprochen hat. "Jetzt einen Schuldigen zu suchen oder Einzelmaßnahmen zu diskutieren ist der falsche Weg. Was wir brauchen, ist eine Reform dieses Systems", appelliert Haubner. ****

"Die Österreichischen Unternehmen haben in Krisenzeiten bewiesen, dass sie zu ihren Arbeitnehmern stehen. Der Schulterschluss zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern war in den vergangenen Jahren trotz schwierigster wirtschaftlicher Verhältnisse mehr als deutlich. Jetzt den Unternehmen vorzuwerfen, dass sie ältere Arbeitnehmer 'rausmobben' ist schlichtweg falsch", verdeutlicht Haubner. "Tatsache ist auch, dass die heimischen Unternehmen kein Interesse daran haben, Fachkräfte zu verlieren, sondern mit dem Problem kämpfen, dass sie welche brauchen und keine finden. Im Wissen um diese Situation ist es absurd den Unternehmen Strafzahlungen anzudrohen", so Haubner, der abschließend betont: "Ein internationaler Vergleich zeigt, dass Österreich bei der Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters das Schlusslicht bildet. Die Anhebung ist in unser aller Interesse. Doch wir erreichen sie nur durch ein Gesamtpaket und durch die Reformierung des Systems - nicht durch die Diskussion von Einzelvorschlägen."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Tel.: +43 (0)1 505 47 96 - 47
d.kinz@wirtschaftsbund.at
http://www.wirtschaftsbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWB0001