Marhold: KAV setzt auf stetige Qualitätsverbesserungen in der TurnusärztInnenausbildung

Wien (OTS) - Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) ist nicht
nur größter Ausbildner in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen. "Auch in der ÄrztInnenausbildung ist der KAV mit seinem gemeinsam mit der Ärztekammer durchgeführten TurnusärztInnenprojekt bereits seit Jahren österreichweit in einer anerkannten Vorreiterrolle" betont KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold. Bereits im März 2005 fiel der Startschuss für die Ausbildungsoffensive. Seitdem setzt Österreichs größter Krankenhausträger neue Standards in der TurnusärztInnenausbildung, indem sie in verschiedene Arbeitspakete aufgeteilt, optimiert und rechtsverbindlich ausgestaltet wurde.

Aktuell werden im Wiener Krankenanstaltenverbund 1033 Jung-medizinerInnen ausgebildet. 540 befinden sich davon in der Ausbildung zum Facharzt bzw. Fachärztin und 493 MedizinerInnen machen den sogenannten "Turnus" und werden in der Folge AllgemeinmedizinerInnen. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist der Dialog zwischen Ärztlichen DirektorInnen, PrimarärztInnen und TurnusärztInnen. Nur so können die Erfahrungen und daraus resultierenden Erkenntnisse in die Ausbildungs-strategien eingearbeitet und die MedizinerInnenausbildung auf dem letzten Stand gehalten werden. Ein eigener Erlass, die "Rahmenleitlinie Medizin und Pflege", verpflichtet ÄrztInnen und Pflegepersonal zu bestmöglicher Zusammenarbeit. So werden Kompetenzen schriftlich in einer Art "Pflichtenheft" festgelegt. Ziel dabei ist eine effiziente PatientInnenversorgung, Risikominimierung und laufende Qualitätsverbesserung durch die Anwendung des 4-Augen-Prinzipes.

Fort- und Weiterbildungsbeauftragte ÄtzInnen in den Häusern stellen sicher, dass die hausinterne Aus- und Fortbildung der TurnusärztInnen als Ergänzung und Vertiefung einer fundierten Ausbildung strukturiert erfolgen kann. Nicht nur grundlegende allgemeinmedizinische Kenntnisse, sondern auch spezifische medizinische Fachkenntnisse werden im Rahmen der Fort- und Weiterbildungsbeauftragte vermittelt. Die Dokumentation des Lernfortschritts erfolgt im sogenannten Logbuch. Mit dem Logbuch für TurnusärztInnen in Ausbildung zum/zur AllgemeinmedizinerIn hat der KAV einen weiteren Schritt zur Steigerung der Qualität in der Turnusärzteausbildung gesetzt. Das Logbuch wird von dem/der Fort- und Weiterbildungsbeauftragten Arzt/Ärztin zu Beginn der Ausbildung ausgegeben und ist während der gesamten Turnuszeit nachweislich zu führen, um die erreichten Lernziele zu dokumentieren und den Inhalt des Curriculums für alle an der Ausbildung Beteiligten transparent und nachvollziehbar zu machen. Eine erste Evaluierung ist nach sechs Monaten vorgesehen.

Der KAV setzt neben den gewohnten Qualitätsstandards wie transparente Anmeldelisten, Logbuch oder schrittweise Einführung administrativer Hilfe auch auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das Pilot-Projekt Teilzeit-Turnus läuft gerade an.

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