Grüne Wirtschaft: Regierung soll Ankauf österreichischer Staatsanleihen besser bewerben!

Inländisches Finanzkapital könnte mutiger in die "Aktie Österreich" investieren!

Wien (OTS) - Im Laufe dieses Jahres muss die Republik Österreich Staatsanleihen im Ausmaß von fast 30 Milliarden Euro auf den internationalen Kapitalmärkten platzieren. Es ist zu erwarten, dass so wie bisher lediglich ein Viertel davon von heimischen Investoren gezeichnet wird. Doch angesichts eines privaten Brutto-Finanzvermögens der Österreicherinnen und Österreicher von rund einer halben Billion Euro gibt es ein wesentlich größeres Potenzial.

"Finanzministerin Maria Fekter sollte sich gegen die Erpressermanier der US-amerikanischen Rating-Agenturen besser wappnen, indem sie den Ankauf österreichischer Staatsanleihen im Inland wesentlich intensiver bewirbt", fordern Bundessprecher Volker Plass und Landessprecher Hans Arsenovic von der Grünen Wirtschaft. "Unser aller Ziel muss es sein, dass die österreichischen Staatsschulden zu einem wesentlich größeren Teil von inländischen Kapitalgebern und zu für beide Seiten attraktiveren Bedingungen finanziert werden. Nur so kann die permanente Abhängigkeit von ausländischen Investoren und Rating-Agenturen spürbar reduziert werden!"

Konkret schlägt die Grüne Wirtschaft folgende Maßnahmen vor:

- Werbekampagne für die "Aktie Österreich" bzw. den Ankauf von Staatsanleihen und Bundesschatzscheinen

- "Staatsanleihen-Aktionstage" mit Direktverkauf ohne Bankenprovision nach italienischem Vorbild

- Prüfung aller Möglichkeiten einer steuerlichen Begünstigung von Staatsanleihen und Bundesschatzscheinen

Auch auf die Veranlagungsstrategie der öffentlichen und halböffentlichen institutionellen Anleger (Pensionskassen, Abfertigungsfonds, Sozialversicherungen, Kammern etc.) könnte ein sanfter Druck ausgeübt werden: "Allein die Wirtschaftskammerorganisation hat ein Finanzvermögen von rund einer Milliarde Euro gebunkert und sollte sich als verfassungsrechtlich abgesicherte öffentliche Institution patriotischer verhalten und mehr in österreichische Staatsanleihen investieren", so Arsenovic abschließend.

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Volker Plass, Tel. 0676 / 303 22 60

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