Verhandlungen für einen neuen grafischen Kollektivvertrag vorerst gescheitert

Arbeitgeberverband erhöhte die Forderungen der Grausamkeiten

Wien (OTS/ÖGB) - Bei den am 11. Jänner 2012 stattgefundenen Verhandlungen zum grafischen Kollektivvertrag - welcher einseitig von den Arbeitgebern gekündigt wurde - bot die Verhandlungskurie der Gewerkschaft der Arbeitgeberseite folgendes an:

Reale Lohn- und Gehaltsdämpfung ab 1. Februar 2012 für die Rollendrucker von über 4 Prozent. Weiters bot die Gewerkschaft im Bereich der Bogendrucker ebenfalls ein Dämpfungspotential von 4 Prozent an, wobei die Detailverhandlungen darüber 2012 starten hätten sollen. Die Auswirkungen dieser Kostendämpfung sollten ab Beginn 2014 schlagend werden, da die GPA-djp bereits beim letzen Kollektivvertrag ein Dämpfungspotential von ebenfalls 4 Prozent an die Bogenbetriebe abgegeben hat.
Bei den bevorstehenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen für das Jahr 2012 war die Gewerkschaft GPA-djp bereit einen maßvollen Abschluss zu tätigen.

Dieses Angebot wurde von den Arbeitgebern kategorisch abgelehnt und erhöhte noch ihre Forderungen an die Gewerkschaftskurie.

Die Forderungen der Arbeitgeber für die Bereiche Druckvorstufe, Bogendruck, Rollendruck, Werkpersonal in Tageszeitungsbetrieben und Endfertigung im Detail:

Sofortige Einführung der 40h-Woche
Flexibilisierung der Arbeitszeit auf 52 Wochen Durchrechnungszeitraum Reduktion von Nachtzuschlägen
Reduzierung von Maschinenzuschlägen
Reduzierung von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld

Insgesamt fordert der Arbeitgeberverband zumindest eine 10-prozentige Lohn- und Gehaltsreduzierung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Verhandlungskurie der Gewerkschaft GPA-djp versuchte bis zum Schluss der gestrigen Verhandlungen einen sozialpartnerschaftlichen Kompromiss zu erzielen, der aber von der Mehrheit der Arbeitgeberkurie abgelehnt wurde.

Die GPA-djp bereitet sich jetzt auf gewerkschaftliche Maßnahmen, bis hin zum Streik, vor. In allen organisierten Betrieben wurden in den letzten Wochen Abstimmungen für Kampfmaßnahmen abgehalten, die von den Belegschaften ein hohes Votum an Zustimmung erhielten.

Die Verhandlungskurie der Gewerkschaft bedauert außerordentlich die starre Haltung des Arbeitgeberverbandes und hofft nach wie vor, dass es verantwortungsvolle Sozialpartner im Verband Druck und Medientechnik gibt, die einen Arbeitskampf verhindern wollen.

Verhandlungsleiter Franz Bittner dazu: "Der Arbeitgeberverband hat eine Chance für die Zukunft der Branche vertan."

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