BZÖ-Grosz: Steirische Schulreform wird von der falschen Seite angegangen!

"Notwendige Schulschließungen stehen am Ende und nicht am Beginn eines solchen Prozesses" - BZÖ fehlt "der große Wurf", Grossmann-Vorschläge reines "Stückwerk"

Graz (OTS) - Der so genannte Bildungsplan 2012 der steirischen Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann "zäume das Pferd von der falschen Seite auf". "Nicht am Beginn, sondern am Ende eines solchen Prozesses steht die durchaus notwendige Schließung von Kleinstschulen. Der steirische Bildungsapparat muss vom Kopf beginnend reformiert werden. Zuerst steht daher die längst notwendige Abschaffung des sinn- und nutzlosen Landesschulrates und der unzähligen Bezirksschulräte auf der Tagesordnung, dann die flächendeckende Sicherstellung und Neuorientierung der Bildung nach ökonomisch sinnvollen Kriterien und erst am Schluss die Schließung oder Neuimplementierung von Schulen", so der steirische BZÖ-Chef Abg. Gerald Grosz am Donnerstag.

Der SPÖ-Bildungsplan sei "kein großer Wurf". Eine groß angelegte steirische Bildungsreform fehle komplett. Großmann müsse sich mit dieser Vorgangsweise den Vorwurf gefallen lassen, nach dem Qualtinger Motto "der Wilde auf seiner Maschin" vorzugehen. Grossmann beschränke sich auf Schulschließungen, habe aber keinerlei Vorschläge für eine grundsätzliche Reform des steirischen Bildungswesens gemacht.

"Wir wollen eine Beseitigung von Doppelgleisigkeiten in der Schulverwaltung und ein einheitliches Dienst- und Besoldungsrecht für unser Lehrpersonal. Die Direktoren unserer Schulen haben Unternehmerkompetenzen aufzuweisen, damit der Schulalltag so gestaltet werden kann, dass Lehrer von Verwaltungsaufgaben weitestgehend befreit sind. Weiters befürworten wir einen flexibleren Personaleinsatz und die Auflösung der Schulsprengel. Unser Bildungssystem stammt in seinen Grundstrukturen aus der Zeit Maria Theresias. Eine Modernisierung unseres schulischen Bildungssystems -ohne dabei aber die Wahlfreiheit für Eltern und Schüler aufzugeben -ist im Sinne unserer jungen Menschen und deren Zukunft dringend erforderlich!", so Grosz.

Der steirische Bündnischef hätte sich auch erwartet, dass die SPÖ endlich das "heiße Eisen Nachhilfe" angehe. "Tausende steirische Schülerinnen und Schüler mit einem oder mehreren "Nicht Genügend" in ihren Zeugnissen sind auf Nachhilfe angewiesen. Derzeit müssen ihre Eltern für private Nachhilfe tief in die Tasche greifen. Durchschnittlich 1000 Euro geben Eltern in der Steiermark für die Nachhilfe ihrer Kinder pro Jahr aus. Wir wollen eine kostenlose Nachhilfe an den steirischen Schulen, diese solle in den letzten drei Wochen der Sommerferien erfolgen. Damit ist einerseits eine gute Vorbereitung auf die Nachprüfung möglich, andererseits würden davon besonders sozial schwache Familien wie Mehrkinderfamilien, Familien mit einem Alleinverdiener, alleinerziehende Eltern mit geringem Einkommen und Familien mit Migrationshintergrund profitieren. Diese Maßnahme bedeutet für uns gelebte Chancengleichheit um eine fundierte Allgemeinbildung und darauf aufbauend verbesserte berufliche Qualifikationen zu erlangen", erklärt Grosz.

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