ÖH zu WKR Ball: verlangen klare Worte von Hofburg-Hausherren Heinz Fischer

Schweigen politischer VertreterInnen ist inakzeptabel

Wien (OTS) - Noch vor einem Monat gab es eine Entscheidung der Hofburg-Pächter, den WKR-Ball heuer zum letzten Mal in der Hofburg stattfinden zu lassen. Einem Artikel des Standards zufolge wackelt diese Absage der Hofburg nun. "Für uns ist es unglaublich, dass ganz offensichtlicher Druck der FPÖ zu einem drohenden Rückzieher bewegt -das muss allen politischen EntscheidungsträgerInnen zu denken geben. Wir fordern Heinz Fischer auf, sich klar und deutlich zum WKR Ball zu äußern und sich damit mit den antifaschistischen Protesten solidarisch zu zeigen. Zu einem Event der rechtsextremen und rechten Elite Europas in der Hofburg zu schweigen ist inakzeptabel! Es ist unerlässlich, deutliche Zeichen zu setzen und sich von der Veranstaltung zu distanzieren - das gilt für alle politisch Verantwortlichen. Auch die Casinos Austria sind aufgefordert, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und bei der Entscheidung, die aus guten Gründen getroffen wurde, zu bleiben", so Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.

"Der WKR-Ball bietet der rechten und rechtsextremen Szene Europas die Gelegenheit, sich zu vernetzen und ihr demokratiefeindliches Gedankengut weiterzutragen. Zahlreiche zivilgesellschaftliche Gruppierungen - so auch wir als ÖH - sprechen sich klar gegen diese Veranstaltung aus. Daher ist am 27.Jänner auch mit lautstarkem Protest zu rechnen", kündigt Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär, an. "Mit dem 27. Jänner 2012 wählte der WKR dieses Jahr ein besonders perfides Datum: es ist der Tag der Befreiung der Gefangenen des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Dass an diesem Tag ein rechtsextremes Fest in der Hofburg stattfinden kann, ist unglaublich!"

"Sich nicht gegen eines der wichtigsten Treffen nationalsozialistisch gesinnter RechtsextremistInnen auszusprechen, trägt dazu bei, dass eindeutig rechtsextremes Gedankengut wieder zur Normalität in unserer Gesellschaft wird. Umso wichtiger ist es, den Opfern von Auschwitz zu gedenken und gegen derartige Zusammenkünfte zu protestieren", so Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam. "Es ist höchste Zeit, dass sich politisch Verantwortliche eindeutig zu Wort melden und sich mit den Protesten solidarisieren."

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