VP-Anger-Koch zu Missbrauchsskandal im Kinderwohnheim Pitten: Stadt Wien trägt Verantwortung für jahrelangen Kindesmissbrauch

Wien (OTS) - Für die Familiensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ines Anger-Koch sind die Vorkommnisse im Kinderwohnheim Pitten, einer Vertragseinrichtung der Stadt Wien, einmal mehr ein Zeichen dafür, dass Missbrauch und Gewalt in Kinderheimen der Stadt Wien, anders als oft behauptet, nicht nur in den 70er Jahren an der Tagesordnung stand, sondern auch heute noch oft vorkommt. Doch statt zu handeln wird der Mantel des Schweigens ausgebreitet und werden die Geschehnisse geleugnet und unter den Teppich gekehrt. "Es stellt sich die Frage was die Stadt Wien von den Vorkommnissen wusste und wieso man den Vertragspartner, die Wiener Volkshilfe, weitermachen ließ. Es steht außer Streit, dass die Stadt Wien einmal mehr gegen das Wohl der Kinder agiert hat. Auch für diesen Skandal trägt die Stadt Wien die volle Verantwortung. Wir fordern die Fakten auf den Tisch zu legen und endlich eine Evaluierung der Wiener Jugendarbeit - es ist offensichtlich, dass hier einiges im Argen liegt. Es ist unverständlich, dass sich die Stadt Wien derart ziert", so Anger-Koch.

Dieser Skandal muss, geht es nach Anger-Koch, Folgen haben. "Es kommt einer Verhöhnung der Opfer gleich, dass der mutmaßliche Täter großzügig abgefertigt wurde, statt ihn fristlos zu kündigen. Die ÖVP Wien forderte im letzten Wiener Gemeinderat verpflichtende Kinderschutzaus-, -fort- und -weiterbildung für Mitarbeiter/innen in der Jugendwohlfahrt. Es muss mehr Sorgfalt an den Tag gelegt werden betreffend das Personal in den Kinderwohnheimen - es geht nicht an, dass Kinder aufgrund der fahrlässigen Handhabung der Stadt Wien zu Schaden kommen. Wie die Vorfälle belegen war Wilhelminenberg offenbar kein Einzelfall sondern nur die Spitze des Eisberges. Wir fordern eine vollständige und lückenlose Aufarbeitung der nun bekannt gewordenen Tatsachen und eine sofortige Überprüfung aller Kinderwohnheime in denen Wiener Kinder untergebracht sind. Wir werden die Stadt Wien hier nicht mehr ruhen lassen - die Zeit des Schweigens, Vertuschens und Unter-den Teppich-Kehrens ist ein für allemal vorbei", so Anger-Koch abschließend.

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