WKÖ-Fachverband UBIT fordert moderne Berufsrechte für Bilanzbuchhalter

UBIT-Obmann Harl: "Die aktuelle Berufseinschränkung schadet der heimischen Wirtschaft"

Wien (OTS/PWK015) - Bilanzbuchhalter werden durch die derzeit bestehenden Einschränkungen in den Berufsrechten bei der Ausübung ihres Berufes massiv behindert: Das Erstellen und Übermitteln von Steuererklärungen an das zuständige Finanzamt ist ihnen nach aktueller Gesetzeslage untersagt. In der Praxis bedeutet das, dass Bilanzbuchhalter zwar die Vorarbeit leisten, ihre Arbeitsergebnisse aber nicht an das zuständige Finanzamt übermitteln dürfen. "Hochqualifizierten Bilanzbuchhaltern dieses Recht abzusprechen, wie dies die Kammer der Wirtschaftstreuhänder tut, ist nicht einzusehen. Es schadet der heimischen Wirtschaft und ist so, als würde ein Arzt zwar die Untersuchung durchführen dürfen, müsste die Erstellung des Befundes aber jemand anderem überlassen", erklärt Alfred Harl, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT), die Problematik der fehlenden Berufsrechte, die aktuell nur Steuerberatern vorbehalten sind.

Bilanzbuchhalter sind persönliche Partner heimischer KMU

Viele kleinere und mittlere Betriebe profitieren heute bereits von den Vorteilen des ausgelagerten Rechnungswesens und wollen durchgehend von einem Ansprechpartner betreut werden. Zahlreiche Bilanzbuchhalter kommen regelmäßig in den Betrieb, kennen die täglichen Abläufe und stehen dort als persönliche Partner für Buchhaltung und Bilanzierung zur Verfügung. Ein weiterer Ansprechpartner bedeutet höheren Zeitaufwand, mehr Administration und unnötige Zusatzkosten.

Wirtschaft profitiert von modernem Berufsrecht

Durch die fehlenden Berufsrechte ist es heimischen Bilanzbuchhaltern allerdings nicht möglich, auch die Steuererklärung zu erstellen und an das zuständige Finanzamt zu übermitteln. Und das obwohl Bilanzbuchhalter eine rund 6jährige Ausbildung mit höchst anspruchsvollen Prüfungen absolvieren und die gesetzliche Weiterbildungsverpflichtung der Buchhaltungsberufe erfüllen. "Wir fordern daher, dass Bilanzbuchhalter ihre Klienten nicht nur beraten, sondern ihre Arbeitsergebnisse auch an das zuständige Finanzamt übermitteln dürfen", so Harl weiter. "Mit dieser Maßnahme, die schon seit langem ein offener Entscheidungspunkt ist, werden heimische Klein- und Mittelbetriebe finanziell und bürokratisch entlastet und das kommt dem Wirtschaftsstandort Österreich und seinen Unternehmen zu Gute."

Der Fachverband Unternehmensberatung und IT

Mit knapp 54.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at (JR)

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