AK Kundtner erläutert AK-IV-Familienförderungsvorschlag: "Wir können alle kolportierten Kritikpunkte sachlich ausräumen"

Kundtner: "Die AK-IV-Familienförderung ist verfassungskonform. Es bringt für viele Mehrkindfamilien Vorteile. Und: Es sorgt für neue Arbeitsplätze."

Wien (OTS/AK) - "Es freut uns natürlich, dass unser Familienförderungsvorschlag breit in der Öffentlichkeit diskutiert wird", sagt Alice Kundtner, AK Bereichsleiterin für Soziales: "Weil es aber noch ein paar Missverständnisse gibt, folgende Klarstellung, die diese ausräumen: Die neue AK-IV-Familienförderung bringt auch für Mehrkindfamilien mit kleinen Kindern enorme Vorteile." Auch in den Bundesländern gäbe es Angebote, die mit den Gutscheinen genutzt werden können: "Der Gutschein erleichtert außerdem den Ausbau von Bildungs- und Kinderbetreuungsangeboten. Das ist uns sehr wichtig." Alice Kundtner betont die zusätzlichen Arbeitsplätze - 10.000 neue Arbeitsplätze in der Kinderbetreuung und 27.000 Eltern, insbesondere Mütter, die arbeiten gehen können: "Alleine das bringt dem Staat 78 Millionen Euro an Mehreinnahmen."

Zu den Mehrkindfamilien sagt Kundtner: "Die Sorge, dass Mehrkindfamilien automatisch verlieren, ist unbegründet. Eine Familie mit drei Kindern, in der beide Eltern arbeiten, verliert gar kein Geld, im Gegenteil: Sie gewinnt auch ohne den Mehrkindzuschlag, in unserer Rechnung sogar mehr als 500 Euro pro Jahr, wegen des Gutscheins und wegen der höheren Familienbeihilfe für kleinere Kinder." Nur bei Familien, wo einer Alleinverdiener mit einem hohen Einkommen ist, oder mehr als drei Kinder da sind UND eines der Kinder älter als 15 Jahre ist, gibt es etwas weniger Geld. "Dafür bekommen Mehrkindfamilien mit kleinen Kindern viel mehr Geld", sagt Alice Kundtner(siehe Beispiele). "Gerade Familien mit mehreren Kindern brauchen Kinderbetreuungsplätze, damit Eltern auch arbeiten gehen können, wenn sie das wollen." Und der Alleinverdiener-Absetzbetrag ist ein Relikt aus den Zeiten, wo Frauen nicht erwerbstätig waren, wenn sie Kinder hatten. Die AK hat außerdem bereits in einer Aussendung darauf hingewiesen, dass die Vorschläge verfassungskonform sind.

Zu den Gutscheinen: Die 35 Euro-Gutscheine sind vielfältig einsetzbar: Sie können neben der Kinderbetreuung oder Nachmittagsbetreuung auch für Skikurse, Nachhilfeinstitute, Sprach-und Musikausbildung usw. eingesetzt werden. "Die Bildung unserer Kinder ist am Land genauso wichtig wie in der Stadt. Da gibt es auch am Land Angebote. Dort wo es tatsächlich noch gar nichts gibt, müssen die Gemeinden alles daran setzen, dass sie Kurse und Betreuung für unsere Kinder schaffen. Genau dabei hilft der Bundeszuschuss von 100 Millionen Euro, mit dem die Kinderbetreuung ausgebaut werden kann."

"Außerdem möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass die Investitionen in den Ausbau der Kinderbetreuung Arbeitsplätze schaffen", sagt Alice Kundtner. Der AK-IV-Reformvorschlag bringt durch die Umschichtung der Mittel nicht nur 100 Millionen Euro für die Konsolidierung, sondern auch 100 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung. Die zusätzlichen 10.000 Arbeitsplätze in der Kinderbetreuung und die 27.000 Eltern, die wegen der besseren Betreuung arbeiten gehen können, sorgen schon nach vier Jahren für ein zusätzliches Plus im Budget in der Höhe von 78 Millionen Euro.

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