Superstar Jeff Koons zu Gast im Kunsthistorischen Museum

Start der neuen Künstler-Gesprächsreihe im KHM

Wien (OTS) - Der weltberühmte amerikanische Künstler Jeff Koons war gestern, Dienstag, den 10. Januar Gast im Kunsthistorischen Museum in Wien und führte am Abend in der Kuppelhalle vor etwa 300 geladenen Gästen ein exklusives Gespräch mit Jasper Sharp, dem KHM-Kurator für moderne und zeitgenössische Kunst. Bereits am Vormittag traf Koons mit Generaldirektorin Sabine Haag zusammen und erhielt von ihr exklusive Einblicke in die Restaurierwerkstatt der Kunstkammer (wo er u.a. einen Blick auf die derzeit noch nicht zusammengebaute Saliera werfen konnte) sowie in das "finstere" Depot der Kunstkammer. Dort faszinierten ihn vor allem die "Eroten" von Hans Daucher sowie der "Adam" von Tilman Riemenschneider und die "Furie" aus Elfenbein. All diese Werke werden ab Dezember 2012 in der wiedereröffneten Kunstkammer in neuem Glanz zu sehen sein.

Jeff Koons ist selbst leidenschaftlicher Sammler und Bewunderer von Werken alter Meister und antiken Kunstwerken. Zur Zeit plant er unter dem Titel "Antiquities" eine neue Reihe von eigenen Kunstwerken. Bei einer Führung durch die KHM-Antikensammlung interessierten ihn daher vor allem die Bronzen und Marmorskulpturen sowie die Thematik des idealen versus des realen Porträts. Am Nachmittag konnte Koons bei einem Rundgang durch die Gemäldegalerie seine beiden Lieblingsgemälde von Correggio ("Jupiter und Yo" und "Die Entführung des Ganymed") bewundern sowie Raffaels Gemälde der Heiligen Margarete, die auf ihn als Schutzheilige der Geburt eine besondere Faszination ausübt. Eine "Neuentdeckung" für Jeff Koons war der niederländische Meister Maerten van Heemskerck, dessen Darstellung des antiken Bacchusfestes ihn sehr beeindruckte.

Im Gespräch am Abend mit Jasper Sharp sprach Jeff Koons von der Bedeutung der historischen Meisterwerke in seinem eigenen Werk. Dabei interessiert Koons auf der einen Seite die virtuose Handwerkskunst der alten Meister, auf der anderen Seite aber auch die verwendeten Materialien, die sich wiederum in neuer, veränderter Form in seinen Objekten wiederfinden. Die Arbeit in Künstlerwerkstätten, wie sie bei den alten Meistern oft zu finden war und wie sie auch heute noch im kunsthandwerklichen Bereich, etwa in Südtirol oder in Bayern, zu beobachten ist, faszinierte Koons ebenfalls seit jeher sehr und inspirierte ihn dazu, selbst eine solche "Renaissance Werkstätte" à la Rubens oder Cranach zu gründen: in seinem Atelier in New York arbeiten zeitweise mehr als 100 Künstler und Assistenten im Dienste des Meisters, der stets einen überaus hohen Anspruch an sich selbst und an seine Mitarbeiter stellt.

Das gestrige Gespräch mit Jeff Koons stellt den Auftakt zu einer neuen Reihe von monatlichen Vorträgen und Gesprächen im Kunsthistorischen Museum dar, welche ab sofort das Ausstellungsprogramm im KHM begleiten wird. Maßgebende internationale und österreichische Künstler/innen, Museumskuratoren/innen und Kritiker/innen sprechen dabei über ihre eigenen Arbeiten und Projekte sowie über ihre Beziehung zu den historischen Sammlungen des Museums. Im Februar findet ein Gespräch mit Martin Gayford, Kunstkritiker und Biograf von Lucian Freud, statt und im März kommt Fotografin Nan Goldin.

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