Neues Wohnprojekt für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Wien

Wien (OTS) - Ein neues Wohnprojekt für Menschen mit psychischen Erkrankungen präsentierten Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, pro mente Wien-Obmann und PSD-Chefarzt Georg Psota sowie Doris Graber vom Fonds Soziales Wien heute, Mittwoch. Das Projekt "SMS - Selbstständig mit sozialem Netz" wurde von pro mente Wien entwickelt und bietet 36 Plätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen, die mit flexibler Betreuung in eigenen Wohnungen in ganz Wien leben. Die Stadt Wien unterstützt das Projekt über den Fonds Soziales Wien mit rund 152.000 Euro.

Nach einem fundierten Aufbau der Betreuungsbeziehung werden die Betroffenen in der Folge einmal monatlich von ihren persönlichen BetreuerInnen im Rahmen von Besuchen oder Treffen kontaktiert. Darüber hinaus gibt es stetigen telefonischen Kontakt. In Krisensituationen kann die Betreuung jederzeit maßgeschneidert nach den jeweiligen Bedürfnissen intensiviert werden. "Das Angebot ist ein wichtiger Mosaikstein, der Menschen mit psychischen Erkrankungen fördert, selbstbestimmt zu wohnen. Die Betroffenen haben die Gewissheit, jederzeit auf professionelle Betreuung zurück greifen zu können", erklärte Wehsely.

Das neue Projekt entspricht dem grundsätzlichen Ziel, Menschen zu möglichst großer Selbstbestimmung und Eigenständigkeit zu befähigen. "Im Bereich der Pflege gilt schon lange der Grundsatz 'ambulant vor stationär'", so Wehsely weiter. "Aber auch in der Wohnungslosenhilfe und der Behindertenhilfe setzt Wien immer mehr auf Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Der Housing First-Ansatz in der Wohnungslosenhilfe und die Umsetzung der UN-Konvention in der Behindertenhilfe sind Beispiele dafür, dass neue soziale Angebote noch stärker in der gewohnten Wohnumgebung und im Grätzl positioniert werden", unterstrich Wehsely. Von den jährlich rund 100.000 WienerInnen, die eine soziale Leistung über den Fonds Soziales Wien erhalten, wurden 2011 rund 43.000 in eigenen Wohnungen betreut. Dafür wurden insgesamt rund 240 Millionen Euro eingesetzt.

"Wir erleben bei Menschen mit chronischer psychischer Erkrankung häufig, dass nach jahrelanger Betreuung die Lebenssituation stabil ist. Die Betroffenen können selbstständig leben. Sie haben aber oft Bedenken, aus einer intensiveren Betreuungsform in eine eigene Wohnung zu ziehen, da sie die Betreuung nicht zur Gänze verlieren möchten", so Psota. "Dies erklärt auch die Wichtigkeit der unterschiedlichen Angebote, wie sie pro mente Wien für Menschen mit psychischen Erkrankungen hat. Im Krankheitsverlauf wechselnde Bedürfnisse können so bestmöglich begleitet werden, so dass ressourcenorientiert gearbeitet werden kann."

"Im Sinne der Entwicklung zu mehr Selbstbestimmung wurde das Teilbetreute Wohnen in Wien seit 2004 konsequent ausgebaut. Allein 2011 wurde das Kontingent um 13 Prozent erhöht, vor allem für Menschen mit psychischen Erkrankungen", sagt Doris Graber, Leiterin des Fachbereichs Betreutes Wohnen des Fonds Soziales Wien. 2011 investierte die Stadt Wien rund 17,5 Millionen Euro in Teilbetreutes Wohnen, für 2012 sind rund 19 Millionen Euro vorgesehen.

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