Kadenbach: Dringende Maßnahmen wegen antibiotikaresistenter Keime in Hühnerfleisch erforderlich

SPÖ-Europaabgeordnete warnt vor übertriebenem Antibiotikaeinsatz "vor allem auch im Lebensmittelbereich"

Wien (OTS/SK) - "Es ist in Deutschland nun in Studien belegt,
wovor das Europäische Parlament und ich als zuständige EU-Abgeordnete im Gesundheitsausschuss seit Monaten warnen: In deutschen Supermärkten ist Hühnerfleisch offenbar massiv mit antibiotikaresistenten Keimen belastet", sagt die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Der deutsche Umweltverband "Bund für Umwelt und Naturschutz" hat bei Stichprobenuntersuchungen auf jeder zweiten Probe antibiotikaresistente Keime gefunden. "Gerade bei Personen mit schwächerem Immunsystem kann das zu Problemen führen. Das Europäische Parlament hat bereits im Herbst vergangenen Jahres in einer Entschließung gefordert, die genauen Wechselwirkungen zu untersuchen, die sich aus dem Einsatz von Antibiotika in Futtermitteln und bei Pflanzen ergeben", so Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Für die SPÖ-Europaabgeordnete ist die Zeit des Handelns längst überfällig. Antibiotika würden zu leichtfertig eingesetzt werden. Kadenbach: "Das belastet die Gesundheit, weil die Medikamente bei wirklich ernsthaften Krankheiten später kaum mehr wirken. Außerdem handelt es sich hier auch um einen unnötigen Kostenfaktor für das Gesundheitssystem." Im konkreten Fall in Deutschland zeigt sich, dass auch über den Weg der Nahrungsmittelproduktion Antibiotikaresistenzen auftreten. "Wie bereits vom EU-Parlament vor Monaten gefordert, bedarf es nun konkreter Maßnahmen der EU-Kommission, um Antibiotika in Europa künftig weniger bzw. gezielter einzusetzen", sagt Kadenbach. (Schluss) bj/mp

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