Neues Volksblatt: "Privilegien" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 10. Jänner 2012

Linz (OTS) - Es gehe nicht um die Vorschriften der EU, sagt der bekennende Europäer Josef Pühringer, sondern um die Zukunft der Kinder und Enkelkinder. Deshalb stärkt Oberösterreichs Landeshauptmann der Bundesregierung für die Budgetsanierung den Rücken. Im Wissen, dass zwar alle fürs Sparen und für Reformen sind, dass man sich aber mit den konkreten Maßnahmen recht unbeliebt machen kann.
Ein Blankoscheck für Faymann, Spindelegger und Co. ist das Bekenntnis des Landeshauptmannes zur Schuldenbremse aber nicht. Denn Pühringer forderte auch gestern wieder eindringlich Reformen, und zwar rasch. Im Gesundheitswesen, bei den Pensionen, "weil wir es uns es nicht leisten können, im Schnitt mit gut 58 Jahren in Pension zu gehen, während die Lebenserwartung auf 80 Jahre steigt", in der Verwaltung und bei den Förderungen. Und es müsse Schluss sein mit den Privilegien bei den ÖBB und in der Nationalbank.
Natürlich gibt es Widerstände; wer verzichtet schon gern? Doch die Regierung muss handeln, wenn sie bei den Bürgern nicht den allerletzten Kredit verspielen will; viel ist ohnehin nicht mehr da, wie eine Umfrage zeigt.
Alle wissen, dass gespart werden muss, aber auch - und zuerst - bei den Privilegienrittern.

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