"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Teure Unsitten"

Überall im Staat wird Geld verschleudert. Das wird jetzt immer deutlicher.

Wien (OTS) - Man trifft in diesen Tagen überall Leute, die von überflüssigen Förderungen, umständlichen Verwaltungswegen und gesunden Frühpensionisten erzählen. Das verstärkt den Eindruck, dass in diesem Land unter den wenig wachsamen Augen unserer vielen Regierungsbehörden seit vielen Jahren sehr viel Geld vergeudet wird. Jeder wusste es, aber der Leidensdruck war nicht groß genug, um derartige Missstände abzuschaffen.
Der Unternehmer Martin Essl (bauMax) hat es kürzlich im Mittagsjournal ganz einfach formuliert: Jede Firma musste in den letzten Jahren auf ihre Kosten schauen, nur der Staat hat einfach so weitergemacht wie bisher.
Also werden jetzt endlich alle Leistungen überprüft, die das Budget belasten. Gut so. Aber dann müssen Bund und Länder auch ernsthaft überprüfen, wo sie selbst sinnlos Geld verschwenden. Durch doppelte Strukturen und doppelte Förderungen, damit sich die Politiker doppelt wichtig machen können. Sie verteilen - wir zahlen. Deshalb brauchen wir auch die Transparenz der Geldflüsse. Wer Geld unters Volk bringen will, soll es diesem auch selbst abnehmen. Die Länder sollten die Steuern für ihre Ausgaben selbst einheben.

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