ÖH: dringende Reform der Familienbeihilfe nötig

es braucht direkte Ausbezahlung an Studierende und alle Personen in Ausbildung

Wien (OTS) - "Die AK und die IV haben heute zu einer Reform der Familienbeihilfe im Rahmen einer Pressekonferenz aufgerufen, auf die die ÖH schon lange aufmerksam macht. Zu begrüßen ist, dass die Diskussion über das Thema nun auf breiterer Ebene angeregt wird, wenn auch reichlich spät - nämlich über ein Jahr nach dem Beschluss des Sozialkürzungsbudgets von Loipersdorf. Diese Kürzungen haben tausenden von Studierenden eine finanzielle Katastrophe und das Ende des Studiums beschert - die Reform ist also mehr als überfällig. Der Vorschlag der AK und IV zur Ausbezahlung unabhängig vom Alter und der Familienstruktur ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es braucht eine Ausbezahlung direkt an die Studierenden und das solange sie in Ausbildung sind", fordert Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

"Es muss endlich die Lebensrealität der Studierenden in der Ausbezahlung der Familienbeihilfe beachtet werden. Es ist dringend notwendig, dass sich die Auszahlung an der Studiendauer orientiert. Bisher wird die Familienbeihilfe nur bis zum 24. Lebensjahr ausbezahlt, was für unzählige Studierende den erfolgreichen Abschluss verunmöglicht. Der Vorschlag ist als ein erster Schritt zu verstehen, der aber nicht davon ablenken darf, dass es im Grunde ein Gesamtkonzept braucht", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Eine tatsächliche soziale Absicherung braucht es durchgehend vom Kindergarten bis zum Abschluss des Studiums und darüber hinaus. Das wäre ein der wichtigsten Aufgaben einer Regierung, getan hat sie in den letzten Jahren diesbezüglich nichts außer zu kürzen."

"Zudem braucht es die längst fällige, gesetzlich festgelegte jährliche Inflationsanpassung der Familienleistungen. Es kann nicht sein, dass alle Kosten, die im Alltag anfallen wie etwa Wohnen und Essen steigen, die Einnahmen jedoch nicht angepasst werden", erklärt Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam. "Für ein faires Bildungssystem braucht es sozial abgesicherte Studierende - die Familienbeihilfe ist hier einer von vielen dringend zu bearbeitenden Baustellen."

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