FPÖ: Kitzmüller lehnt Neuregelung der Familienbeihilfe ab

Vorschläge dienen den Interessen der Wirtschaft, nicht der Eltern

Wien (OTS) - FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller lehnt die heute von Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung vorgeschlagene Reform der Familienbeihilfe ab. "Im Ergebnis wird -das wurde ja nicht einmal bestritten - den Familien Geld weggenommen. Das ist vor allem auch angesichts der bereits erfolgten Streichungen in jüngster Zeit unannehmbar", stellt Kitzmüller fest. Sie kritisiert insbesondere die geplante Ausgabe von Gutscheinen für Betreuungsleistungen: "Es will offenbar nicht in den Kopf der rot-schwarzen Akteure, dass viele Eltern ihre Kinder selbst betreuen wollen, insbesondere bis zum Kinderarteneintrittsalter", so Kitzmüller.

Entlarvend sei hier die Formulierung, dass Mütter durch Betreuungspflichten "daran gehindert" seien, erwerbstätig zu sein. "Viele Mütter werden eher meinen, dass sie durch immer geringere Familienleistungen daran gehindert werden, ihre Kinder selbst zu betreuen, weil sie auf Grund der finanziell angespannten Situation in der Familie rasch wieder in den Arbeitsprozess zurückkehren müssen", hält Kitzmüller fest.

An einer Entbürokratisierung und Vereinfachung sei grundsätzlich nichts auszusetzen, dabei müsse jedoch die Wahlfreiheit der Eltern gewahrt bleiben. "Wer allerdings - so wie Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung - die Frauenerwerbsquote und die Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren zu Maßzahlen der Familienpolitik erklärt, der nimmt die Wahlfreiheit nicht ernst, weil er automatisch alle Eltern diskriminiert, die sich bewusst für die häusliche Betreuung der Kinder und gegen einen raschen Wiedereintritt ins Berufsleben entscheiden. In diese Richtung geht auch die neuerlich ausgestoßene Drohung einer Streichung der Langvariante des Kindergeldes, anstatt dieses bei den Eltern weitaus beliebteste Modell zu stärken", argumentiert die FPÖ-Familiensprecherin.

Eine wesentliche Vereinfachung und zudem eine Entwicklung hin zu voller Steuergerechtigkeit und Wahlfreiheit wäre dagegen das freiheitliche Familiensteuermodell, das die Ermittlung des gesamten Haushaltseinkommens und die Steuerbemessung anhand der Anzahl der dadurch zu versorgenden Familienmitglieder vorsieht.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0008