Kärnten auch 2011 bei Betriebsansiedelungen und Expansionen erfolgreich

LR Dobernig präsentiert Bilanz der Entwicklungsagentur - 44 Projekte umgesetzt, über 450 Arbeitsplätze geschaffen bzw. abgesichert

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Entwicklungsagentur Kärnten GmbH (EAK) konnte auch 2011 viele Betriebe ansiedeln und neue Arbeitsplätze schaffen. Trotz des Konjunktureinbruches im zweiten Halbjahr wurden 44 Ansiedlungs- bzw. Expansionsprojekte erfolgreich umgesetzt und damit über 450 neue Arbeitsplätze in Kärnten geschaffen bzw. bestehende Arbeitsplätze abgesichert. Das gibt Finanz- und Technologiereferent LR Harald Dobernig heute, Montag, bekannt.

"Die Entwicklungsagentur hat auch im abgelaufenen Jahr wieder gute Arbeit geleistet und erreicht in Bezug auf die realisierten Ansiedelungen bzw. Expansionen mit 44 Projekten einen neuen Rekord. An der hohen Anzahl von österreichischen Projekten kann man erkennen, wie wichtig es war, sich in den letzten Jahren neben der klassischen Ansiedlung vermehrt auf die Innovations- und Expansionspläne der Kärntner Betriebe zu setzen und diese beim Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen zu unterstützen", erklärt Dobernig.

Stärkster ausländischer Markt ist nach wie vor Italien mit zwölf realisierten Ansiedlungs- bzw. Expansionsprojekten, gefolgt von Deutschland mit sieben Projekten. Am dritten Platz bei den ausländischen Investitionen ist mit vier Projekten Slowenien. Weitere ausländische Projekte kommen etwa aus Großbritannien und Kasachstan. Bei den 17 Österreichischen Projekten handelt es sich zur Hälfte um erfolgreich betreute Expansionen, wie z.B. bei der Spittaler Firma Lindner Recyling GmbH und zum anderen Teil um klassische Neuansiedlungen, wie etwa die Niederösterreichische Gourmetbäckerei Haubi's - Anton Haubenberger GesmbH, die ihren Alpen-Adria-Standort in Poggersdorf errichtet hat. Im September eröffnete auch der neue Schenker-Terminal am Klagenfurter Flughafen.

Ein Highlight bei den ausländischen Ansiedlungen ist die britische Firma Intel Mobile Communications Austria, die im August in den Technologiepark Villach eingezogen ist. Intel übernahm für rund eine Mrd. Euro den Geschäftsbereich Wireless Solutions (WLS) von Infineon. WLS tritt unter Intel als eigenständige Geschäftseinheit auf. Derzeit forschen in Villach 22 Mitarbeiter im Bereich mobile Kommunikation, ein Aufbau auf 30 ist geplant. "Die Gruppe in Villach hat eine hohe internationale Reputation im Bereich komplexer Schaltungstechnik auf modernsten Technologien erworben. Die Expertise der Mitarbeiter hat Intel dazu bewegt, einen eigenen Standort in Villach zu eröffnen", erklärt Geschäftsführer Andreas Bertl die Beweggründe für den Standort im Technologiepark.

"Damit sind wieder hochwertige Arbeitsplätze im Bereich Forschung & Entwicklung entstanden. Das ist ein weiterer Schritt nach vorne und eine Stärkung unserer Position als Forschungs-, Technologie- und Innovationsstandort", so Dobernig, für den die Absicherung der vorhandenen und Schaffung weiterer Arbeitsplätze im Technologiebereich von großer Bedeutung ist.

Als Beispiel für eine inländische Ansiedlung kann das Joint Venture der Firma Kruschitz aus Völkermarkt mit einem niederösterreichischen Partner im Bereich Kunststoffrecycling genannt werden. Gemeinsam wurde die KR Kunststoff-Recycling GmbH mit Sitz in Kühnsdorf gegründet, die sich auf die Verwertung von Kunststofffolien konzentriert und im 1.Quartal 2012 mit dem Betrieb starten wird. Dadurch werden mittelfristig 35 neue Arbeitsplätze in Unterkärnten geschaffen und nunmehr der gesamte Kunststoffrecyclingbereich im Firmenverbund der Firma Kruschitz abgedeckt.

"2011 war für die klassische Betriebsansiedlung recht turbulent. Vor allem im zweiten Halbjahr wurde ein vorsichtigeres Agieren der Unternehmen sichtbar, was von Firmenvertretern mit den zukünftigen Konjunkturprognosen begründet wurde. So haben viele italienische Interessenten größere Investitionsentscheidungen verschoben. Es zeigt sich, dass Investitionsentscheidungen von ausländischen Firmen eher in kleinen Schritten erfolgen, d.h. dass Erstansiedlungen mit einer geringen Zahl an neu geschaffenen Arbeitsplätzen umgesetzt werden, um zuerst den Markt zu testen. Ins neue Jahr nehmen wir über 200 Ansiedlungsprojekte und Erstanfragen mit, ich bin zuversichtlich, dass wir daraus auch 2012 viele konkrete Ansiedlungen und Expansionen lukrieren können", blickt EAK-Geschäftsführerin Sabrina Schütz-Oberländer positiv ins neue Jahr.

Mehr Informationen unter: www.madeinkaernten.at
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