ÖGB-Ruprecht: Geldtransfer für Familien umschichten

Sinnvolle Investitionen entlasten das Budget

Wien (OTS/ÖGB) - Die ÖGB-Frauen unterstützen die Vorschläge für eine nachhaltige Familienpolitik, die heute von der Bundesarbeiterkammer und der Industriellenvereinigung präsentiert wurden. "In der aktuellen Debatte wird Familienpolitik mit Geldleistung gleichgesetzt, das ist ein Fehler. Hohe finanzielle Familienleistungen führen zu hoher Teilzeitbeschäftigung bei Frauen. Sachleistungen würden dem entgegensteuern und das Budget entlasten", sagt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht.

Vor allem beim Ausbau der Plätze für unter Dreijährige habe Österreich einen enormen Nachholbedarf. Dabei gelte es auch die Öffnungszeiten auszuweiten und die Qualität zu verbessern. Ruprecht:
"Ein rascher Wiedereinstieg in einen vollwertigen Job setzt ausreichend Kinderbetreuungsplätze voraus." Mit den bisherigen Bundesmitteln sei das nicht zu erreichen. "Die Bundesinvestitionen müssen deutlich erhöht werden", fordert die Frauenvorsitzende erneut.

Investitionen würden Budget entlasten

Eine Studie von AK und ÖGB zeigt, dass der Ausbau von Sachleistungen auch das Budget nachhaltig entlasten würde: Investitionen in Höhe von 548 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze für unter Dreijährige und in die Ausweitung der Öffnungszeiten würden sich schon nach vier Jahren rechnen. Nach zehn Jahren ergäbe sich ein Haushaltsplus von fast 80 Millionen Euro pro Jahr. Gleichzeitig könnten mehr als 38.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. "Es wäre also kurzsichtig, in diesem Bereich nicht zu investieren", sagt Ruprecht.

Zweckgebundene Leistungen würden Familien aber nicht nur bei der Betreuung, sondern auch bei der Bildung ihrer Kinder unterstützen. "Nicht jede Familie kann sich eine teure Nachhilfe leisten und die Kosten dann steuermindernd geltend machen." Sachleistungen wären daher auch eine Investition in die Zukunft von Kindern.

"Vorschläge für eine effiziente Familienpolitik liegen vor, jetzt müssen die politischen Entscheidungsträger ihren Beitrag leisten", fordert die Vorsitzende der ÖGB-Frauen.

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