Dreikönigsaktion: Schuldenbremse: Ja - Solidaritätsbremse: Nein!!

Wien (OTS) - Für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit könnte 2012 ein schlechtes Jahr werden: Es besteht die große Gefahr, dass die in den letzten Jahren ohnehin drastisch gekürzten Mittel der staatlichen EZA weiter reduziert werden. Die geplanten Sparpakte dürfen jedoch nicht auf Kosten der Ärmsten der Welt geschnürt werden. Die Schuldenbremse darf zu keiner Solidaritätsbremse werden: Das ist die Botschaft der Sternsinger/innen der Katholischen Jungschar, die am 09.01.2012 auch an die Parlamentstüren klopfen (Nationalratspräsidentin Barbara Prammer um 13:00 und ÖVP-Klubobmann Karl-Heinz Kopf schon um 12:00 Uhr).

Rückenwind bekommen sie dabei von oberster Stelle. Bundespräsident Heinz Fischer hat dazu am 30.12.2011 beim Sternsinger-Empfang in der Hofburg Folgendes gesagt: "Es ist unverzichtbar, die Staatsschulden zu reduzieren. Es ist aber auch unverzichtbar, dabei Prioritäten zu setzen. Andere Länder zeigen uns, dass es möglich ist, intensiv zu sparen und trotzdem bei der Hilfe für die Ärmsten der Welt eine Priorität zu setzen."

Martin Krenn, Bundesvorsitzender der Katholischen Jungschar, zeigt sich besorgt über die derzeitige Diskussion über geplante Budgetkürzungen im Bereich Entwicklungszusammenarbeit. "Das Engagement unserer Sternsinger/innen sei der Bundesregierung ein Vorbild in Sachen globaler Verantwortung: Entwicklung ist dann wirksam, wenn die Menschen vor Ort ihre Sache selbst in die Hand nehmen. Bildung, Sicherung von Lebensgrundlagen, Stärkung der Menschenrechte und die Förderung von Kindern und Jugendlichen - das sind die Grundvoraussetzungen, um den Teufelskreis von Armut und Ausbeutung auf Dauer durchbrechen zu können. Wer heute hier spart, fördert die Armut von Morgen."

Die 85.000 Sternsinger/innen setzen mit dem in rund 3.000 Pfarren gesammelten Geld ein starkes Zeichen gegen Armut und Unrecht. Die Dreikönigsaktion, Hilfswerk der Katholischen Jungschar, finanziert jährlich rund 500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika und bewirkt damit positive Veränderungen für eine Million Menschen. Im letzten Jahr hat die österreichische Bevölkerung 14,8 Millionen Euro gespendet. Seit den Anfängen im Jahr 1954 wurden mehr als 310 Mio. Euro für notleidende Mitmenschen gesammelt.

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