Kardinal Schönborn würdigt Hermann Herder

Wiener Erzbischof feierte Requiem für den vor acht Wochen in Freiburg verstorbenen Verlagschef

Wien, 08.01.12 (KAP) Die großen Verdienste des Freiburger Verlags "Herder" als Plattform für die Erneuerung der Kirche, für die Ökumene und als Forum für renommierte Autoren sind bei einem Requiem am Samstag in Wien mit Kardinal Christoph Schönborn für den vor acht Wochen verstorbenen Verlagschef Hermann Herder gewürdigt worden. Herder sei ein Brückenbauer gewesen, so der Kardinal. Er verglich ihn mit dem Dominikaner Raimund von Penyafort, dessen Fest am Samstag gefeiert wurde. Der Ordensobere habe vor 800 Jahren Brücken zu den Juden und Arabern auf der iberischen Halbinsel zu bauen versucht, ebenso habe Hermann Herder große geistige Offenheit verkörpert.

Zahlreiche Mitglieder der Familie Herder, Vertreter der ökumenischen Stiftung "Pro Oriente", der theologischen Fakultäten, des Buch- und Verlagswesens sowie der Kunst und Kultur nahmen an dem Gottesdienst mit dem Wiener Erzbischof teil.

Hermann Herder, der am 12. November 2011 im 86. Lebensjahr in Freiburg starb, leitete den weltweit größten Verlag für Theologie und Religion mehr als drei Jahrzehnte lang, bevor er Ende der 1990er Jahre die Leitung des Familienunternehmens an seinen Sohn Manuel Herder übergab.

Zu Wien hatte Hermann Herder eine ganz besondere Beziehung. Die Gründe waren die große Bedeutung der österreichische Niederlassung des Freiburger Verlagshauses, die Faszination der Kaiserstadt für den "Herder"-Autor Reinhold Schneider, dem Hermann Herder verbunden war, und das Mitwirken bei der Gründung der Stiftung "Pro Oriente", wofür Herder von Kardinal Franz König gewonnen werden konnte.

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