Österreichischer Kameradschaftsbund: Verkauf der Eurofighter - nächste Schnapsidee

Solche Fehler dürften nicht einmal einem Polit-Taferlklassler passieren.

Wien (OTS) - Eurofighter - nächste Schnapsidee

Wir feiern in Österreich den Jahresausklang gerne feucht-fröhlich. Das ist eine nette alte Tradition. Schlimm wird es nur, wenn daraus Schnapsideen erwachsen wie sie der Bundesgeschäftsführer der SPÖ Kräuter mit dem Ruf nach Verkauf der Eurofighter geboren hat. Solche Fehler dürften nicht einmal einem Polit-Taferlklassler passieren. Weiß der Herr Abgeordnete nicht, dass Österreich als neutraler Staat verpflichtet ist, seine Luftraumüberwachung selbst vorzunehmen? Sie an Nachbarstaaten zu übertragen, ist glatter Neutralitätsbruch. Oder wünscht Herr Kräuter unverzüglich der NATO beizutreten? Dann wäre sein Vorschlag denkbar. Eine derartige Ahnungslosigkeit ist bereits verfassungsgefährdend.

Ohne ein Mindestmaß an Luftraumüberwachung wird der grenzüberschreitende Flugverkehr in Frage gestellt. Oder will der Herr Kräuter, dass Wiener nur mehr ab Bratislava, die Grazer ab Ljubljana und Salzburger ab München per Flugzeug die weite Welt erreichen können. Eine "Superidee" für ein Land mit einem UNO-Hauptsitz und einem blühenden Fremdenverkehr.

Das Verteidigungsministerium selbst erklärt, dass diese Idee keinen Einsparungseffekt bietet. Für diese klare Haltung gebührt ihm volle Anerkennung.

Der Österreichische Kameradschaftsbund fordert die Bundesregierung auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und unverzüglich Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung derartiger Verunsicherungen zu setzen.

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