AKNÖ: Steuerbeitrag der Unternehmen sinkt weiter

Präsident Haneder fordert von Wirtschaft Beitrag zur Budgetsanierung

Wien (OTS) - Niederösterreichs Unternehmen haben sich von der Krise 2009 bestens erholt. Bereits im Jahr 2010 sorgte der Konjunkturaufschwung für eine gute Finanz- und Ertragslage der Unternehmen. Das geht aus dem aktuellen Unternehmensmonitor der NÖ Arbeiterkammer hervor. Profitiert von dieser Normalisierung haben jedoch hauptsächlich die EigentümerInnen.

Weniger Grund zum Jubeln hatten 2010 die betroffenen ArbeitnehmerInnen, die maßgeblich mitgeholfen hatten, die wirtschaftliche Talfahrt etwa mittels Kurzarbeit rechtzeitig zu bremsen. "Im Nachhinein bestätigt die Analyse, dass die hohen Forderungen und Abschlüsse bei den Kollektivverhandlungen 2011 mehr als gerecht und alles andere als überzogen waren. Ich würde sogar sagen, dass es höchste Zeit dafür war", sagt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.

Apropos Gerechtigkeit: Untersucht wurde unter anderem auch die effektive Steuerleistung der Unternehmen. Diese ist mit 16,7 Prozent für das Jahr 2010 weit vom nominellen Steuersatz von 25 Prozent entfernt. Selbst im Krisenjahr 2009 stand der Wert noch bei 18,7 Prozent! Haneder: "Sieht man sich diese Zahlen an, weiß man, woher ein Beitrag zur nötigen Sanierung des Staatshaushalts kommen kann."

Der AK-Unternehmensmonitor Niederösterreich gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Unternehmen des Landes und ihren Beschäftigten. Als Grundlage dafür dienen die veröffentlichten Jahresabschlüsse von 142 Unternehmen.

Der AKNÖ-Unternehmensmonitor 2006 bis 2010 ist unter noe.arbeiterkammer.at als Download abrufbar

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Mag. Marion Ibetsberger,
AKNÖ Wirtschaftspolitik,
Tel.: 01-58883-1603

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