Nach Fehlgeburt gekündigt: Schuhverkäuferin bekam mit AK-Hilfe 5000 Euro Entschädigung

Linz (OTS) - Zuerst die Fehlgeburt, dann die Kündigung: Eine junge Frau war am Boden zerstört, als sie sich an die Gleichbehandlungsberatung der Arbeiterkammer Oberösterreich wandte. Mit AK-Hilfe bekam die Schuhverkäuferin 5000 Euro Entschädigung.

Schon als die Angestellte ihre Vorgesetzte über die Schwangerschaft informierte, hielt sich deren Freude darüber in engen Grenzen. Etwa einen Monat später stellte der behandelnde Arzt fest, dass kein Herzschlag zu hören war, die Frau verlor ihr Baby. Die Arbeitnehmerin war deshalb zehn Tage im Krankenstand. Etwa eine Woche später wurde sie gekündigt.

Es lag die Vermutung nahe, dass die junge Frau im Zusammenhang mit ihrer Schwangerschaft bzw. Fehlgeburt gekündigt worden war - ein klarer Fall von Diskriminierung auf Grund des Geschlechts. Als sie nachfragte, wurden keine sachlichen oder fachlichen Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses genannt. Die Teilzeitbeschäftigte war in allen Bereichen des Schuhgeschäfts eingesetzt worden, vom Verkauf über die Warenschlichtung, von der Reinigung bis zur Kassa. Es hatte keine Beschwerden gegeben: weder von Kundinnen und Kunden noch von Kolleginnen und Kollegen, auch nicht von der Chefin. Zudem war das ursprünglich befristete Arbeitsverhältnis anstandslos in ein unbefristetes umgewandelt worden.

Die Arbeiterkammer erreichte einen außergerichtlichen Vergleich:
Die junge Frau erhielt 5000 Euro als Entschädigung für die psychische Belastung, was in ihrem Fall etwa zehn Monatsentgelten entspricht.

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