Neues Volksblatt: "Drüberfahren" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 23. Dezember 2011

Linz (OTS) - Seit Jahren wird um eine Aufgaben- und Verwaltungsreform gerungen. Es gibt auch ein dickes Buch mit Vorschlägen, wie die Verwaltung effizienter und kostengünstiger organisiert werden könnte, doch nur wenige Vorschläge haben den langen Weg bis zur Verwirklichung geschafft.
Und wie immer, wenn man nicht mehr weiter weiß, dann macht man entweder einen Arbeitskreis oder man zeigt mit dem Finger auf andere. Vom Bund zeigen viele Finger auf die Bundesländer und die Gemeinden; in Wien weiß man ganz genau, was man dort verbessern, verbilligen oder ganz abschaffen könnte. Wie etwa die Bezirkshauptmannschaften. Auch wenn man, wie viele argwöhnen, oft gar nicht weiß, was dort wirklich geschieht, was man abschaffen oder - wie die Gemeinden -zusammenlegen möchte.
Und man weiß auch nicht, oder will es gar nicht wissen, was die Bürger von den Abschaffungs- und Fusionsplänen halten. Dabei braucht man nur in die Steiermark zu schauen, wo im großen Stil Gemeinden zusammengelegt werden sollen. Dort muss sich aber erst zeigen, ob die Landespolitik angesichts der massiven Bürgerproteste ihre Pläne umsetzen kann.
Bürgernähe ist ein beliebtes Wort - in der Theorie. Doch die Praxis schaut oft anders aus, da gilt: drüberfahren!

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