Weiter keine Einigung auf KV für Angestellte in Werbung und Marktkommunikation

Arbeitnehmer fordern reale Gehaltserhöhungen, Arbeitszeitverbesserungen und Karenzanrechnung

Wien (OTS/ÖGB) - Für den Kollektivvertrag der rund 12.000 Angestellten in Betrieben der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien gibt es noch keinen Abschluss für das Jahr 2012: Die Verhandlungspartner WKO und GPA-djp konnten sich zwei Tage vor Weihnachten in stundenlangen Gesprächen nicht einigen. Das vorerst letzte Angebot der Arbeitgeber lag mit 3,1 Prozent auf Mindestgehälter und einer Einmalzahlung von 50 Euro brutto deutlich unter den KV-Abschlüssen vergleichbarer Bereiche.

Aus Sicht der Angestellten bedarf der Kollektivvertrag einer Generalüberholung, um ihn den betrieblichen Realitäten des 21. Jahrhunderts anzupassen: Verbesserungen in punkto Arbeitszeit, Anrechnung von Elternkarenzzeiten und die Wirksamkeit von Gehaltsabschlüssen auf alle Gehaltsbestandteile sind überfällig.

Angesichts des Angebots der Arbeitgeber erklärt Alois Freitag, Verhandlungsleiter der GPA-djp: "Es ist den Angestellten nicht zumutbar, dass ein Verhandlungsergebnis nicht tatsächlich für alle Beschäftigten einer Branche nachhaltig spürbar wird. Das bisherige Angebot ist völlig unzureichend und inakzeptabel - weitere Verhandlungen machen nur dann Sinn, wenn von Seiten des Fachverbandes deutlich nachgebessert wird. Es geht um das Image der gesamten Werbebranche."

"Wir gehen davon aus, dass die Arbeitgeber die KV-Verhandlungen im Jänner mit einem verbesserten Angebot wieder in Gang bringen.", ergänzt Mag.a Judith Reitstätter, die als zuständige Wirtschaftsbereichssekretärin der GPA-djp am Verhandlungstisch sitzt.

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