ÖH zu Grünewald: Kritik am ÖVP-Hochschulplan wichtig

ÖH ortet ebenfalls unzählige Schwachstellen

Wien (OTS) - Im Rahmen der Grünen-Pressekonferenz heute Vormittag wurde erneut Kritik an Töchterles Hochschulplan geübt. "Wir haben schon seit der Präsentation des sogenannten ExpertInnenberichts, wie auch gestern nach der Präsentation der Eckpunkte des Planes auf die unzähligen Verfehlungen und Schwachstellen hingewiesen. Es wird auf essentielle Punkte im Töchterle-Plan vergessen, insbesondere wird den Studierenden keine Beachtung geschenkt - diese sind entweder auf ihre ZahlerInnen-Funktion reduziert oder werden als eine Gefahr für das Elite-Hochschulsystem, das die ÖVP gerne hätte, wahrgenommen", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

"Ein zentraler Punkt, auf den auch wir stets hinweisen, ist die Gefahr der Fehlinterpretation der Studienplatzfinanzierung. Diese wird, geht es nach dem Töchterle-Plan, als Beschränkung durch die Hintertür missbraucht. Zuerst die Kapazitäten festzusetzen und erst dann die Gelder dafür zu sichern, schießt meilenweit am Ziel der Erreichung einer 38 Prozent AkademikerInnen-Quote vorbei. Dafür braucht einen Ausbau und keinen Abbau der Studienplätze", ärgert sich Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.

"Grünewald verwies ebenfalls darauf, dass die angekündigten 750 Millionen nicht der versprochenen Milliarde entsprechen. Außerdem bräuchte es für das selbstgesteckte 2020 Ziel der 2 Prozent des BIP eigentlich 2,2 Milliarden für die Hochschulen. Der Kürzungswahn der Regierung, sowie die zukunftsfeindlichen Loipersdorf-Kürzungen vom Vorjahr werden den Studierenden und den Hochschulen bis 2014 336 Millionen Euro weniger bescheren", erklärt Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH abschließend. "Von Ruhm und Lob für Töchterle sind wir also meilenweit entfernt!"

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