Jungbauern: Akzeptabler Kompromiss beim Ferkelschutzkorb gelungen

Endlich wieder Rechtssicherheit und Planbarkeit für Schweinebauern

Wien (OTS) - "Viele junge Schweinebauern können jetzt wieder durchstarten", gratulierte Elisabeth Köstinger, Obfrau der Österreichischen Jungbauernschaft, zum Verhandlungsdurchbruch von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich. "Unser Dank gilt dem frischgewählten Präsidenten des Österreichischen Bauernbundes, Jakob Auer, der in den letzten Wochen großes Engagement in der Lösung dieser Frage gezeigt hat", betonte Köstinger. Die Einigung garantiere einerseits die Versorgung mit sicheren Lebensmitteln aus österreichischer Produktion, andererseits höchste Sicherheitsstandards.

"Für die heimischen Schweinehalter, die in den letzten Monaten ungerechtfertigten Angriffen von Tierschützern ausgesetzt waren, gibt es jetzt endlich wieder Rechtssicherheit und Planbarkeit der Investitionen", sagten Johann Deix und Markus Brandmayr, Präsidiumsmitglieder der Österreichischen Jungbauernschaft, zur gestern präsentierten Einigung zwischen den Bundesministern Stöger und Berlakovich. Die einjährige scharfe Diskussion über die Haltung von Zuchtsauen im Ferkelschutzkorb war von Deix und Brandmayr - beide führen selbst einen Schweinezuchtbetrieb - mehrfach als verantwortungslos gegenüber der jungen Landwirtschaft kritisiert worden.

Jetzt gebaute Ställe halten bis 2033

"Wer jetzt umbaut, hat bis Anfang Jänner 2033 Rechtssicherheit" zeigten sich Deix und Brandmayr erleichtert vom gestern finalisierten Kompromiss. Damit haben die Bauern jetzt wieder Investitionssicherheit bei der Umstellung auf die sogenannte Gruppenhaltung, bei der Zuchtsauen und Ferkel in Familienverbänden gehalten werden. Diese Haltungsform ist bekanntlich bis 2013 laut EU-Vorgabe in Österreich umzusetzen. Die monatelange Debatte über Tierhaltung und Tierschutz hatte aber große Unsicherheit ausgelöst und notwendige Stallumbauten waren nahezu völlig zum Erliegen gekommen. "Dass eine Lösung gefunden wurde, die tierfreundlich ist und trotzdem wirtschaftlich vertretbar bleibt, ist auf die Gesprächsfähigkeit und das Entgegenkommen der Bäuerinnen und Bauern zurückzuführen. Österreich festigt damit seine Rolle als tierfreundliches Land in Europa", betonte Köstinger.
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