E-Control: Stabile Entwicklung der Netznutzungsentgelte für Strom ab 1. Jänner 2012

Wien (OTS) - Das System der Anreizregulierung für Strom bringt im mittlerweile siebten Jahr der Anwendung österreichischen Stromnetzkunden eine Entlastung von rund 8 Mio. Euro, und das bei der vollen Berücksichtigung von notwendigen Investitionsmaßnahmen. Dies entspricht einer Tarifsenkung ab 1. Jänner 2012 um rund 0,5%.

Auch im Jahr 2012 können sich zahlreiche heimische Stromkunden über eine leichte Senkung der Netztarife freuen. "Die heimischen Netzbetreiber haben im vergangenen Jahr stark in die Netze investiert. Dies wurde bei der Festlegung der neuen Netztarife natürlich entsprechend berücksichtigt. Trotzdem kann es ab 1. Jänner 2012 zu einer Entlastung der österreichischen Stromnetzkunden von rund 8 Millionen Euro, was einer Tarifsenkung von rund 0,5 Prozent entspricht, kommen.", erläutert der Vorstand der Energie-Control Austria, Martin Graf.

Durch vorgegebene Einsparungsziele und der Effizienzsteigerung der Netz-betreiber waren Senkungen in zahlreichen Netzbereichen möglich. Lediglich in einzelnen Netzbereichen führten die erforderlichen Investitionsmaßnahmen zu vereinzelten Tariferhöhungen, falls diese Kostensteigerungen nicht durch Mengeneffekte ausgeglichen werden konnten.

Netztarifsenkungen entlasten Stromkunden seit 2001 um mehr als 600 Mio. Euro

Die Aktivitäten der Regulierungsbehörde führen zu folgender Tarifentwicklung für 2012 getrennt nach Netzebenen: - siehe BILD

Eine Gegenüberstellung der Gesamterlösentwicklung der österreichischen Netzbe-treiber zeigt, dass durch die Senkungen der Netztarife seit 2001 die Tarife in Summe um mehr als 600 Mio. EUR reduziert werden konnten. Dabei wurden aber auch um-fassende neue Investitionen berücksichtigt, umfassende Anreize gesetzt und letzt-endlich die Investitionssicherheit für die Netzbetreiber gewährleistet.

Die E-Control hat somit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur nachhaltigen Energieversorgung sowie zum erforderlichen Ausbau der Netzinfrastruktur in Österreich geleistet.

Gegenüber dem Vorjahr war das Verfahren zur Ermittlung der Systemnutzungsent-gelte in zwei Teilbereiche aufgespalten. Mit Oktober waren durch den Vorstand der E-Control Kosten- und Mengenbescheide zu erlassen, welche als Basis für die Netzentgelte heranzuziehen waren. Dabei wurden auch zahlreiche zusätzliche Netzbetreiber einer Detailkostenprüfung unterzogen und darauf aufbauend die Kostenbescheide erlassen.

Im Jahr 2012 werden gerade im Bereich der Weiterentwicklung der Regulierungssystematik die wesentlichen Weichenstellungen für die dritte Regulierungsperiode Strom beginnend mit 2014 gelegt. "In zahlreichen Expertenrunden werden wir unter Einbeziehung der Netzbetreiber, aber auch der Energieverbraucher und Konsumentenvertreter ein zukunftsorientiertes Regulierungssystem erarbeiten, welches eine Ausgewogenheit zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen herstellen wird.", zeigt sich Martin Graf optimistisch.

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