EGB: Chancen für Europas Jugend

ÖGJ: Zukunftspakete statt Sparpakete

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir wollen eine menschenwürdige Zukunft, gute Ausbildungen und echte Chancen im Leben", sagte das Jugendkomitee des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) nach seinem Treffen gestern, 21. Dezember. "Unsere Generation wird nicht geopfert und nicht verkauft." Arbeitsplätze und finanzielle Eigenständigkeit sind die Hauptsorgen der jungen Generation, der EGB begrüßte daher die Jugendintiative, die die Europäische Kommission vorgschlagen hat.++++

Zugang zu Arbeitsplätzen und der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit beschäftigen die Jugend Europas, so die EGB-Jugend, und das mit gutem Grund, denn das bestimmt schließlich ihr gesamtes Leben. Der Zugang der Jugendlichen zum Thema sei pragmatisch, logisch und vernünftig:
Sie möchten sich entfalten, gut ausgebildet sein und gute Jobs und gute Wohnsituationen haben - Hoffnungen, die aber nicht länger mit der Realität übereinstimmen: Mehr als 5,5 Millionen junger Menschen in Europa sind arbeitslos, und zwei Drittel der Jugendlichen haben prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Eine Situation, die sich mit der Krise verschlimmert hat, und auf die der EGB seit Jahren hinweist.

Diese Zahlen führen den politischen Akteuren in Europa ihre Verantwortung ganz klar vor Augen. Vor diesem Hintergrund begrüßte der EGB die Jugendbeschäftigungsinitiative der Europäischen Kommission - vorausgesetzt es folgen Ergebnisse. "Die Jugendinitiative darf kein neuer Pakt ohne Umsetzung und ohne Ressourcen sein", sagte Patrick Itschert, stellvertretender EGB-Generalsekretär. "Der EGB und sein Jugendkomitee werden daher aktiv konkrete Vorschläge machen."

Auch die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) sieht in qualitätvollen Ausbildungen und in der Schaffung von Beschäftigung die einzige Möglichkeit, jungen Menschen eine sichere Zukunft zu bieten: "50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, das muss ganz Europa aufrütteln, endlich zu handeln", sagt ÖGJ-Vorsitzender Jürgen Michlmayr. "Europas Jugend braucht keine Sparpakete, wir brauchen Zukunftspakete, mit Investitionen in Bildung und in Arbeitsplätze. Das ist der einzige Weg, der aus der Krise führt."

Der EGB wurde 1973 gegründet und repräsentiert heute 83 Gewerkschaftsorganisationen aus 36 Europäischen Staaten und 12 Branchenverbände.
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