Diakonie Katastrophenhilfe: Hungerkrise in Ostafrika noch lange nicht vorbei

Wien (OTS) - In der Region um die äthiopische Hauptstadt Djibouti und in Teilen Somalias hat es erneut viel zu wenig geregnet. Ein Ende der seit Sommer 2011 akuten Hungersnot ist deshalb noch lange nicht in Sicht. Der erste Regen nach der langen Trockenheit hat in Teilen des Dürregebiets Ostafrikas zwar etwas Entspannung gebracht, er fiel aber regional sehr unterschiedlich aus.

"Viele Menschen in der Region werden sich auch in den nächsten Monaten noch nicht aus eigener Kraft versorgen können," betont Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe. "Um die Folgen der Dürre zu bewältigen, brauchen die Menschen in den betroffenen Gebieten bis weit ins nächste Jahr hinein unsere Unterstützung", so Lassmann weiter.

Seit Monaten sind die Hilfskräfte der lokalen Partner der Diakonie Katastrophenhilfe im Dauereinsatz, um das Überleben der hungernden Menschen zu sichern. Zehntausende Dürreopfer haben in den letzten Monaten lebensrettendes Trinkwasser, Medikamente, Nahrungsmittel erhalten.

UN warnen: Schlimmste Hungerkrise seit den 90er Jahren

Die Vereinten Nationen warnen vor der schlimmsten Ernährungskrise im Land seit den 90er Jahren. "Die Bevölkerung in Somalia leidet zweifach: Unter der Dürre und dem andauernden Bürgerkrieg. 250.000 Menschen sind auch jetzt noch akut vom Verhungern bedroht", so Lassmann.

Die anhaltende Gewalt und Unsicherheit erschwert die Arbeit der Hilfsorganisationen. Fast täglich werden Bombenanschläge und Kämpfe aus der Hauptstadt Mogadischu und anderen Landesteilen gemeldet. Gleichzeitig fliehen weiter Tausende aus dem Bürgerkriegsland in die Nachbarstaaten.

Somalische Partnerorganisationen der Diakonie können weiterhin helfen

"Die somalische Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe ist unter den wenigen Organisationen im Land, die ihre Arbeit bis jetzt fortsetzen können. Ihre strikte Neutralität und langjährige Präsenz sichert ihnen die Akzeptanz und den Respekt aller lokalen Autoritäten," berichtet Dagmar Lassmann.
Mit einer gewaltigen Kraftanstrengung ist es dem somalischen Team gelungen, in den letzten Monaten mehr als 100.000 Menschen in Banadir, Galguduud und Lower Shabelle mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern zu versorgen. Allein von Juli bis Oktober wurden mehr als 800 Tonnen Reis, Bohnen und Speiseöl ausgeteilt.

"Bei den Verteilungen erhalten die Betroffenen Trinkwasser sowie Rationen mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln für die Ernährung einer sechsköpfigen Familie", erläutert Lassmann die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe. "In Galguduud wird die Nahrungsmittelhilfe bis Mai für weitere 12.000 Menschen fortgesetzt."

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