Vieles erreicht, noch viel zu tun: Streunerhilfe-Rückblick 2011

VIER PFOTEN-Team behandelt über 8.000 Tiere auf drei Kontinenten

Wien (OTS) - 2011 arbeitete das VIER PFOTEN-Streunerhilfeteam in sechs Ländern in Europa, Afrika und Asien und konnte dabei 8292 Hunde und Katzen kastrieren sowie 346 Tiere medizinisch versorgen. Neben den Schwerpunktländern Rumänien und Bulgarien ist auch Litauen, das erst im April diesen Jahres erstmals besucht wurde, in den Mittelpunkt der Arbeit gerückt: 1437 Tiere, vor allem Katzen, wurden hier kastriert. 2012 ist der Fokus auf die Ukraine gerichtet, wo die internationale Tierschutzorganisation eine Kooperation mit der EM-Austragungsstadt Lemberg vereinbart hat und ähnliche Projekte folgen sollen.

"Unsere Mitarbeiter im Streunerhilfe-Projekt haben langjährige Erfahrung, sind aber immer noch so motiviert wie am ersten Tag", freut sich Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. Das ist aber auch notwendig, denn die Bedingungen, unter denen gearbeitet werden muss, sind oft nicht die einfachsten. Wie zum Beispiel im Sommer in der Nähe von Bratislava, als Einwohner glaubten, man wolle "ihre" Hunde entführen und beinahe handgreiflich wurden. Es brauchte große Überzeugungskraft, um sie von der Wichtigkeit der Aktion zu überzeugen, dann waren sie aber sehr erfreut und halfen den Tierärzten und Pflegern mit voller Hingabe.

Sehr positiv entwickelte sich die Zusammenarbeit mit Prinzessin Alia von Jordanien, denn mit ihrer Unterstützung konnten Mitarbeiter von VIER PFOTEN etliche Tierärzte der Hauptstadt Amman in den neuesten Operationstechniken schulen. Ebenso wurde die Kooperation mit der indischen Tierschutzorganisation BLUE CROSS OF INDIA weiter fortgeführt durch das Training von Veterinären in der 5-Millionen-Metropole Chennai, ehemals Madras. Mit jeweils mehreren hundert behandelten Tieren konnte das Streunerhilfeteam auch die kritischsten Fachleute vor Ort von ihrer enormen Erfahrung überzeugen.

Aber auch schwierige Zeiten durchlebte das Team 2011. So, als in Rumänien nach monatelangem Hin und Her vor wenigen Wochen ein Gesetz beschlossen wurde, das die Massentötung von Streunertieren wieder erlaubte - eine völlig absurde Vorgehensweise des Parlaments, das VIER PFOTEN umgehend mit europaweiten Protesten beantwortete. "Das Dilemma der Streunerhunde in der Ukraine lösen wir aber in kooperativer Weise," erklärt Stadler, "denn hier zeigen sich die Behörden gesprächsbereit. Und uns geht es nicht darum zu protestieren, wir wollen einzig und allein den Tieren helfen". Eines ist auf jeden Fall sicher: den Tierschützern wird auch 2012 die Arbeit nicht ausgehen.

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