- 20.12.2011, 13:48:33
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Siemens Österreich: Starke Performance im Geschäftsjahr 2010/11
Sehr gutes operatives Ergebnis, hohe Dividendenausschüttung; Breites Infrastrukturangebot für Ballungsräume in Österreich und CEE sind zukünftige Wachstumstreiber

Wien (OTS) - "Siemens Österreich bewegte sich im abgelaufenen
Geschäftsjahr in einem volatilen wirtschaftlichen Fahrwasser auf
stabilem Kurs. Trotz einer hohen Verunsicherung und einem abnehmenden
Vertrauen aller Wirtschaftsakteure kann die Siemens AG Österreich zum
Ende des Geschäftsjahres ein sehr gutes operatives Ergebnis
vorweisen, das auch zu einer außerordentlich hohen
Dividendenausschüttung führt. Der Umsatz verbesserte sich durch ein
starkes Produktgeschäft; beim Auftragseingang machten sich
Verschiebungen im Projektgeschäft, aber auch die Auswirkungen der
Ausgliederung der Siemens IT Solutions and Services, bemerkbar", so
Siemens Österreich-Generaldirektor Wolfgang Hesoun anlässlich der
Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2010/11.
Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hat sich die
Siemens AG Österreich für die folgenden Geschäftsjahre ein Wachstum
über jenem des Marktes zum Ziel gesetzt. "Die Bündelung unseres
Geschäfts im Bereich energieeffiziente und intelligente
Infrastrukturlösungen für Städte verspricht ein großes
Wachstumspotenzial für die Zukunft. Und das nicht nur in Österreich,
sondern vor allem auch im CEE- Raum. Gerade in einer Situation mit
angespannten öffentlichen Haushalten haben technische Lösungen, die
mittel- und langfristig zu finanziellen Entlastungen führen und noch
dazu eine bessere Umweltbilanz aufweisen, gute Chancen auf
Realisierung. Siemens ist in diesem Bereich Ansprechpartner Nummer
Eins", zeigte sich Hesoun überzeugt. Zusätzlich zum technischen
Angebot sollen künftig maßgeschneiderte und flexible Konzepte, die
der finanziellen Realisierbarkeit von Projekten dienen, wesentliche
Wachstumstreiber bilden.
Die Siemens AG Österreich hat mit 30. September 2011 ihr
Geschäftsjahr 2010/11 (1.10.2010 - 30.9.2011) abgeschlossen. Die
ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres 2010/11 waren für Siemens
Österreich weiterhin von den Auswirkungen einer sich langsam
erholenden Konjunktur geprägt. Ab dem dritten Quartal des
Geschäftsjahres wurde eine erneute Verlangsamung des
Wirtschaftswachstums spürbar. Die defizitären Staatshaushalte und die
anhaltend schwache Regulierung der Finanzmärkte führten zu einer
steigenden Verunsicherung im Euroraum und einer damit einhergehenden
zurückhaltenden Investitionstätigkeit. Neu-, Ersatz- und
Erweiterungsinvestitionen wurden in diesem unsicheren Umfeld oftmals
aufgeschoben. Nichtsdestotrotz zeigten sich bei den kurzzyklischen
Geschäften positive Veränderungen.
Insgesamt schloss die Siemens AG Österreich das abgelaufene
Geschäftsjahr mit einem sehr guten operativen Ergebnis ab - es wies
zum Bilanzstichtag knapp 71 Millionen Euro aus. Die Dividende an die
Siemens AG wurde mit einer Milliarde Euro festgesetzt. Der Umsatz
stieg um 1,2 Prozent auf über 2,47 Milliarden an. Der Auftragseingang
lag nach einem 14 Prozent-Sprung im Geschäftsjahr 2009/10 in diesem
Geschäftsjahr rund fünf Prozent unter dem Vorjahreswert und erreichte
rund 2,41 Milliarden Euro. Diese Reduzierung resultiert auch aus der
Ausgliederung der Siemens IT Solutions and Services (SIS) zum 31.
Jänner 2011. Auch die Anzahl der MitarbeiterInnen erfuhr aus diesem
Grund einen Rückgang. Gleichzeitig wurden im letzten Geschäftsjahr
233 MitarbeiterInnen neu eingestellt, sodass die Siemens AG
Österreich nun insgesamt 7.431 MitarbeiterInnen umfasst. Zum
30.9.2011 waren knapp 530 Lehrlinge bei Siemens Österreich in
Ausbildung. Der im Vorjahresvergleich reduzierter Forschungs- und
Entwicklungsaufwand ist ebenfalls auf den SIS-Carve out zurück zu
führen. Bei den Investitionen der Siemens AG Österreich in das
Sachanlagevermögen kam es zu einem Rückgang, der insbesondere auf den
hohen Investitionskosten durch die Fertigstellung der Siemens City
und die Integration der Siemens Transportation Systems GmbH & Co KG
im Vorjahr basiert.
Cluster CEE
Der Cluster Central and Eastern Europe (CEE), für den Siemens
Österreich die Geschäftsverantwortung hat, weist für das
Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von 8,7 Milliarden Euro und eine
MitarbeiterInnenanzahl von 36.500 auf. Der Wirtschaftsraum mit einer
Fläche von rund 2,5 Millionen Quadratkilometern und einer Bevölkerung
von über 230 Millionen Einwohnern beinhaltet neben Österreich 18
Länder Zentral- und Südosteuropas.
Wachstumsstrategie - Stärken von Siemens voll nutzen
Die Konzentration der Produkte und Lösungen für eine nachhaltige
Stadtentwicklung im neuen Siemens-Sektor Infrastructure & Cities (IC)
auf globaler Ebene stellt auch für Siemens Österreich und seine
Aktivitäten in CEE ein großes Wachstumspotenzial dar. In wesentlichen
Teilen des IC-Portfolios - funktionierende Verkehrssysteme, moderne
Mobilitätskonzepte, effiziente Energieversorgung, intelligente
Logistiksysteme und umweltfreundliche Gebäude und Gebäudetechnik -
hat Siemens Österreich weltweite Kompetenzen vorzuweisen.
Hervorzuheben sind hier einerseits der Bereich öffentliche
Verkehrsmittel und effiziente Energieverteilungssysteme. Ein weiteres
Wachstumssegment ist die verstärkte Beratungstätigkeit bei Kunden vor
allem des CEE-Raums zur Lukrierung von Mitteln aus EU-Struktur- und
Kohäsionsfonds. Von dem entsprechenden Fördervolumen, das bis 2013
genutzt werden kann, können bis zur Hälfte der Projekte durch
Siemens-Produkte und -Lösungen unterstützt werden. Neben der
Beratungskompetenz will Siemens Österreich als Teil eines
liquiditätsstarken Konzerns auch seine Rolle als Anbieter
langfristiger Finanzierungsmodelle für Kommunen und andere Bereiche
des öffentlichen Sektors gemeinsam mit Finanzinstituten ausbauen.
Weitere Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten ergeben sich im
Rahmen der Europäischen Investitionsbank und der Europäischen Bank
für Wiederaufbau und Entwicklung.
Erweiterte Kompetenzen für Wiener Fahrzeugwerk
Im Laufe des letzten Geschäftsjahres erfolgte auch die Neuaufstellung
des Headquarters für U-Bahnen und Reisezugwagen in Wien-Simmering. Im
Siemens-Werk Wien wird seit dem 1. Oktober 2011 das weltweite
Geschäft mit schienengebundenen Fahrzeugen für den Personennahverkehr
in Städten und das Geschäft mit Reisezugwagen in der Einheit Metros,
Coaches and Light Rail (MCL) gebündelt. Das World Headquarter in Wien
ist somit in seiner weltweiten Verantwortung um den Bereich Light
Rail, also Straßenbahnen, erweitert worden. Wichtige Geschäftserfolge
dieses Kompetenzzentrums im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die
U-Bahn-Aufträge aus München, Warschau und Oslo. In Warschau kommt
erstmals die in Österreich entwickelte neue Metro-Generation
"Inspiro" zum Einsatz. Die Aluminium-Leichtbauweise des Wagenkastens,
eine bedarfsgerecht steuerbare Klimaanlage, das gewichtsoptimierte
Fahrwerk und der Einsatz von Fahrerassistenzsystemen bringen hohe
Energieeffizienz. Dazu kommt eine Recyclingquote der Fahrzeuge von
über 95 Prozent.
Wertvolle Forschungsbeiträge für das Stromnetz der Zukunft -
Smart Grids
Der zweite wichtige weltweite Kompetenzbereich bei Siemens Österreich
sind Produkte und Lösungen für die zukünftigen Anforderungen an ein
Energiesystem mit verstärkter dezentraler Energieerzeugung aus
erneuerbaren Quellen. Siemens bietet hier Komponenten wie
intelligente Stromzähler, die den Stromverbrauch transparenter
machen, sodass Einsparungen leichter möglich sind, und den
Energieversorgern einen effizienteren Betrieb des Stromnetzes
ermöglichen, sowie Datenmanagementsysteme, die die Energieversorger
in ihren Geschäftsprozessen, wie zum Beispiel bei der Abrechung,
unterstützen. Siemens Österreich ist an zwei wichtigen Smart
Grid-Projekten in Modellregionen in Salzburg und Oberösterreich
beteiligt, wo intelligente Stromnetze durch die Installation von
Photovoltaikanlagen und unter Einbeziehung des Aspekts
Elektromobilität im Echtbetrieb mit den Vorgaben Netzstabilität und
damit auch Versorgungssicherheit getestet werden.
Umweltportfolio
Zum grünen Portfolio des Konzerns tragen nahezu alle Bereiche der
Siemens Aktiengesellschaft Österreich bei. Die jeweils größten
Beiträge bezüglich CO2-Einsparungen lieferten im letzten
Geschäftsjahr hocheffiziente Gas- und Dampfturbinenkraftwerke,
umweltfreundliche Züge und innovative Gebäudetechnik. Letzteres macht
auch die Siemens City zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen
Energieeffizienz. Das Siemens Österreich- Headquarter in
Wien-Floridsdorf wurde im Frühjahr 2011 als erstes Bürogebäude
Österreichs und eines der wenigen europaweit mit dem Umweltzertifikat
"LEED Gold" des U.S. Green Building Councils (USGBC) ausgezeichnet.
Das LEED- Zertifikat (Leadership in Energy and Environmental Design)
wird an Gebäude vergeben, die bereits während der Bauphase und im
laufenden Betrieb klimafreundliche Technologien einsetzen, um
Treibhausgase aktiv zu reduzieren.
"Wir werden die Marktchancen - durch die Stärke von Siemens - auch im
Geschäftsjahr 2011/12 durch Angebote von Lösungen in Kombination mit
EU-Fonds und Finanzierungen bis hin zu langfristigen Dienstleistungs-
und Servicetätigkeiten verstärkt nutzen. Da der reale Bedarf für
Investitionen in die Infrastruktur in den Clusterländern unverändert
hoch ist, kann Siemens als langjähriger vertrauensvoller Partner in
der Region seine Stärken ausspielen", fasste Generaldirektor Hesoun
abschließend zusammen.
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Harald Stockbauer Konzernpressesprecher Siemens AG Österreich Tel.: 051707 26006 E-Mail: harald.stockbauer@siemens.com
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