Berlakovich: Agrarischer Außenhandel erreicht Rekordniveau

Weiterer Erfolg für rot-weiß-rote Qualitätsstrategie und Marke Österreich

Wien (OTS) - Der agrarische Außenhandel fährt weiter auf Erfolgskurs und erklimmt sogar ungeahnte Höhen. So sind die agrarischen Exporte der ersten drei Quartale 2011 nach vorläufigen, unrevidierten Daten wertmäßig um 19 Prozent über dem Vorjahreswert von 6,7 Mrd. Euro. Die agrarischen Importe im selben Zeitraum sind hingegen um lediglich 13 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro gestiegen. In den gesamten zwölf vergangenen Monaten beträgt das agrarische Außenhandelsdefizit 601 Mio. Euro und ist damit um ein Drittel kleiner als in den beiden Perioden davor.****

Starke Vermarktung und Gemeinsame Agrarpolitik als Erfolgsbasis

"Nicht nur die österreichischen Köstlichkeiten sondern auch diese Exportsteigerungsrate muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen - ein weiterer großer Erfolg für die heimische Qualitätsstrategie und die Markte Österreich. Den Grundstein dafür legen die heimischen Bäuerinnen und Bauern, die hervorragende, unverwechselbare Lebensmittel herstellen. Um diese Qualitätsorientierung abzusichern, brauchen wir nicht nur eine optimale Vermarktung sondern auch weiterhin eine starke Gemeinsame Agrarpolitik, mit der wir den heimischen Weg einer nachhaltigen, kleinstrukturierten Landwirtschaft fortsetzen können. Dafür setze ich mich auf nationaler und europäischer Ebene massiv ein", so Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich.

Die Entwicklung der agrarischen Exporte im Zwölf-Monatszeitraum ist in fast allen Gruppen positiv. Die stärksten wertmäßigen Steigerungsraten sind in den vergangenen zwölf Monaten bei Zuchttieren (+53% auf 179 Mio. Euro), Fetten und Ölen (+43% auf 250 Mio. Euro), Getränken (+38% auf 2.054 Millionen Euro), Mehl (+37% auf 139 Mio. Euro) und bei Getreide (+35% auf 345 Mio. Euro) zu verzeichnen. Die größten absoluten Zuwächse gibt es bei Getränken (plus 562 Mio. Euro), Fleisch und Fleischwaren (plus 130 Mio. Euro), Gemüse- und Obstzubereitungen (plus 113 Mio. Euro) und Getreide (plus 90 Mio. Euro.) Verantwortlich für die Steigerungen sind sowohl höhere Preise, wie etwa bei Getreide, als auch größere Mengen, wie etwa bei Zuchtvieh und Getränken.

Österreichs wichtigste Handelspartner (1. bis 3. Quartal) sind dabei die EU-Mitgliedsstaaten: 77 Prozent der Ausfuhren gehen in und 84 Prozent der Einfuhren kommen aus dem Gebiet der EU-Mitgliedsstaaten. Die fünf wichtigsten Exportdestinationen sind Deutschland (32%), Italien (13%), das Vereinigte Königreich (3%), Frankreich (2,5%) und die Niederlande (2,4%): In diese Länder gehen somit wertmäßig 53 Prozent der österreichischen Exporte.

Türkei und Vereintes Königreich immer wichtigere Handelspartner

Immer wichtiger wird die Türkei für die heimische Land- und Exportwirtschaft: So haben sich die Agrarexporte in die Türkei in den letzten zwölf Monaten vervierfacht. Diese Entwicklung ist vor allem auf die verstärkte Vermarktung von hochwertigem Zuchtvieh und von Fleisch- und Fleischwaren zurückzuführen und kann auch als Erfolg der "Exportinitiative" des Lebensministeriums gewertet werden.

Eine weitere Erfolgsgeschichte sind die Lebensmittelexporte in das Vereinigte Königreich: Diese haben sich in den vergangenen zwölf Monaten aufgrund rapid ansteigender Getränkeexporte auf 268 Mio. Euro mehr als verdoppelt. (Schluss)

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Mag. Claudia Jung-Leithner
Lebensministerium, Pressestelle
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