Wr. Gemeinderat - SP-Spitzer: "Anpassung der Hundeabgabe kommt gutem Miteinander von Mensch und Hund zu gute"

Anpassung der Hundeabgabe ist Umsetzung einer Empfehlung des Wiener Kontrollamts

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Erhöhung der Hundeabgabe ist die Umsetzung einer Empfehlung des Kontrollamts", stellt SP-Gemeinderat Gerhard Spitzer gleich zu Beginn seiner Rede im Rahmen der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderates klar. Bisher habe Wien nur 60 Prozent des gesetzlich möglichen Rahmens in Anspruch genommen, was zur Folge hatte, dass die Einnahmen aus der Hundeabgabe bei weitem nicht kostendeckend waren. "Tatsächlich belaufen sich die durch Hundehaltung in Wien verursachten Kosten aktuell auf rund 7,5 Mio. Euro jährlich, die Einnahmen aus der Hundeabgabe lagen 2011 bei 2,3 Millionen Euro", so Spitzer.

"Durch die aktuelle Anpassung der Hundeabgabe - im Übrigen die erste Anpassung seit 1989 - stehen den Ausgaben für die Hundehaltung in Wien künftig rund 3,9 Mio. Euro an Einnahmen gegenüber, die in weitere Maßnahmen reinvestiert werden", erklärt Spitzer, der darauf hinweist, dass im Falle einer jährlichen Indexanpassung die Hundeabgabe deutlich höher gewesen wäre als nach der nun erfolgten Anpassung. "Selbstverständlich gibt es auch bei der Neuregelung der Hundeabgabe Ermäßigungen und Ausnahmen. Sozialhilfeempfänger bzw. Mobilpass-BesitzerInnen zahlen nur einen ermäßigten Betrag, Blindenhunde gänzlich sind von der Abgabe befreit. Und auch nach Absolvierung des freiwilligen Hundeführscheins, ist im ersten Jahr keine Hundeabgabe zu entrichten", betont der Gemeinderat.

Auch mit der neuen Preisstaffelung - 72 Euro jährlich für einen Hund, 105 Euro für jeden weiteren Hund - sei Wien im europaweiten Vergleich weiterhin günstig. In München würden HundebesitzerInnen 77 Euro bezahlen, die HalterInnen sogenannter Kampfhunde sogar 614 Euro. Noch deutlicher sei der Unterschied zur deutschen Bundeshauptstadt Berlin, in der für den ersten Hund 120 Euro, für jeden weiteren je 180 Euro fällig würden, informierte Spitzer.

"Uns ist das gute Miteinander von Mensch und Hund ein zentrales Anliegen, daher haben wir das Angebot an die Hundebesitzer in den letzten Jahren massiv ausgeweitet und weiter attraktiviert. Dazu gehören etwa die über 140 Hundezonen auf über 850 000 m2 sowie das umfassende Gratis-Angebot der rund 2.800 Sackerl-Spendern. Natürlich sind die Reinigungskosten in Sachen Hundekot ein wesentlicher Kostenpunkt, denn schließlich müssen die vielen Hundezonen, Parkanlagen und Straßen regelmäßig gereinigt und betreut werden. Alleine für das 'Sackerl fürs Gackerl' wendet Wien pro Jahr 20 Mio. Euro auf", betont der SP-Politiker, der unterstreicht, dass von einer sauberen, hundekotbefreiten Stadt alle Wienerinnen und Wiener profitierten.

Mit den zusätzlichen Mitteln durch die Anpassung der Hundeabgabe werden auch in Zukunft Veranstaltungen und Projekte rund um das Thema Hund investiert: "So organisiert die Stadt zahlreiche kostenlose Veranstaltungen für Hundebesitzer und Interessierte, unterstützt Schulprojekte wie beispielsweise 'Schulhund.at', wo schon den Kindern der richtige Umgang mit den Vierbeinern vermittelt wird. Daneben bietet Wien seit kurzem auch ein neues Tierkrematorium und den ersten Tierfriedhof der Stadt, der dem oft geäußerten Wunsch vieler Wienerinnen und Wiener entsprechend errichtet wurde", führt Spitzer aus. Daneben leiste die Stadt Wien im Rahmen eines umfassenden Leistungsvertrages mit einer jährlichen Unterstützung von 800.000 Euro an den Wiener Tierschutzverein einen wichtigen Beitrag zur Versorgung entlaufender und herrenloser Tiere. (Schluss)

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