Neues Volksblatt: "Danke?" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 17. Dezember 2011

Linz (OTS) - Zwei Milliarden Euro müssen im kommenden Jahr her, um nicht vom Budgetpfad abzukommen. Darauf haben sich, wie es derzeit ausschaut, die Koalitionsparteien geeinigt.
Weniger einig ist man sich, woher und vom wem die zwei Milliarden kommen sollen. Wird eingespart, wird einkassiert - oder kommt, was wahrscheinlich ist, beides?
Dabei verlaufen die Bruchlinien nicht nur zwischen, sondern auch in den Parteien. Wie in der FPÖ, wo gestern der eine Obmann-Stellvertreter die Einführung einer Luxussteuer verlangt, während der andere neue oder höhere Steuern ausgeschlossen hat. Wie auch immer; auf jeden Fall wird man uns erklären, die neuen oder höheren Steuern seien nur zu unserem Besten, oder wenigstens pädagogisch wertvoll - als ökologische und sonstige Lenkungssteuern; etwa auf Heizöl, Erdgas oder Sprit.
Das mag aufs erste unangenehm erscheinen, hat aber den großen Vorteil, dass jene, die aus dem kalten Wohnzimmer den Umweltsündern auf die Straße nachschauen, das mit dem befriedigenden Gefühl tun, dass sie das Klima retten, während die da unten in ihren Autos sicher vom schlechten Gewissen geplagt werden.
Aber im Ernst: Wir wissen ja, dass wir rasiert werden. Aber redet uns bitte nicht ein, dass wir uns eigentlich dafür bedanken müssten!

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