FP-Lasar/Frigo: Wehsely muss Rechnungshofempfehlungen sofort umsetzen

Sind Vampire im AKH für fehlende Blutkonserven verantwortlich?

Wien (OTS/fpd) - Der vorliegende Rechnungshofbericht zum Thema Institut für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin zeigt große Organisationsschwächen auf. "Im AKH liegt derzeit keine Betriebsbewilligung für dieses Institut vor! Dabei muss jeder Kleinbetrieb in Österreich eine solche besitzen", kritisiert heute der Stadtrat der FPÖ-Wien, David Lasar.

"Trotz sinkender Bluttransfusionen sind wir trotzdem Spitzenreiter in Europa. Es wird daher Zeit dieses Thema ernsthaft anzugehen. Auch gibt es in diesem Bereich nur einen Anbieter, ein zweiter billigerer Anbieter wurde durch das nicht EU-konforme Arzneimitteleinfuhrgesetz (2010) eliminiert. Der Rechnungshof fordert daher eine Änderung des Arzneimitteleinfuhrgesetzes nach EU-Norm und eine europäische Ausschreibung für Wien und Graz", berichtet der FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Univ.Prof. Dr. Peter Frigo.

Es ist außerdem ein Skandal, dass das AKH durch den Ausschluss des Zweitanbieters fast drei Millionen verloren hat. Mittel sind ja genug vorhanden, doch durch Fehlmanagement wird viel Geld vernichtet. In den Jahren 2008/2009 sind im AKH Wien 1125 Blutkonserven verschwunden, was einen Verlust von etwa 100.000 Euro bedeute. Der Rechnungshof empfiehlt den Verbleib der verschollenen Blutkonserven aufzuklären." Scheinbar gibt es im AKH Vampire, denn es gilt ja die Unschuldsvermutung", so die Mandatare.

Laut Rechnungshofbericht wurden 2009 im AKH 3000 Blutkonserven verworfen bzw. nicht gebraucht. Das sind etwa 9,2 Prozent bzw. 390.000 Euro. Damit ist diese Rate höher als im LKH Graz. Der Rechnungshof empfiehlt daher eine eingriffsbezogene Blutbedarfsstatistik. Schlussendlich ist auch die telefonische Bestellung obsolet, aber immer noch Usus. Stadträtin Wehsely ist gefordert, die Rechnungshofempfehlungen in ihrem Bereich unverzüglich umzusetzen, so Lasar und Frigo abschließend. (Schluss) hn

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