BMWF und ÖAW: Notwendige Reformschritte gemeinsam umsetzen

Konstruktive Gespräche zwischen Wissenschaftsministerium und Akademie zur begonnenen Reform

Wien (OTS) - Die notwendigen Reformschritte gemeinsam umsetzen -
das ist das zentrale Ziel von Wissenschaftsministerium und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Gestern fand ein weiteres Gespräch auf Basis der neuen Leistungsvereinbarung statt. "Ein moderner Forschungsträger braucht entsprechende Reformschritte. Die Stellung der ÖAW als größte außeruniversitäre Einrichtung für Spitzenforschung soll damit gestärkt und auf international wettbewerbsfähigem Niveau weiter ausgebaut werden", betonen Ministerium und Akademie in einer gemeinsamen Aussendung. Das nächste Gespräch findet kommenden Dienstag, den 20. Dezember, mit Vertreter/innen des Ministeriums, des ÖAW-Präsidiums, des Akademierates, des Betriebsrates, der Institutsdirektorenvertretung sowie der Jungen Kurie statt.

Basierend auf dem 2011 beschlossenen ÖAW-Entwicklungsplan wurde zwischen Ministerium und ÖAW Anfang November eine Leistungsvereinbarung für die Jahre 2012-2014 unterzeichnet. Darin legt die ÖAW sechs schwerpunktmäßig zu bearbeitende Forschungsgebiete fest: europäische Identitäten sowie Wahrung und Interpretation des kulturellen Erbes, demographischer Wandel, Migration und Integration von Menschen in heterogenen innovativen Gesellschaften, biomedizinische Grundlagenforschung, molekulare Pflanzenbiologie, angewandte Mathematik inklusive Modellierung und Bioinformatik, Quantenoptik und Quanteninformation. Mit der Leistungsvereinbarung legt die Akademie erstmals ihre geplanten Leistungen für drei Jahre gegenüber dem Bund fest und erhält im Gegenzug eine dreijährige Finanzierungs- und Planungssicherheit.

Gleichzeitig wird mit der Leistungsvereinbarung die bereits 2009 begonnene Reform der ÖAW mit dem Ziel der inhaltlichen und strukturellen Stärkung wesentlich vorangetrieben: Dies erfolgt durch Modernisierung ihres Finanz-, Personal-, und Beteiligungsmanagements, wie es für einen Forschungsträger in der Größe der ÖAW notwendig ist. Die Schärfung des wissenschaftlichen Profils der ÖAW stellt ebenfalls einen wichtigen Reformschritt dar. Daher wurde gemeinsam mit dem Präsidium festgelegt, dass einzelne Forschungseinrichtungen der ÖAW, wo dies aus wissenschaftlicher und forschungspolitischer Sicht sinnvoll ist, an Universitäten übertragen werden sollen.

Grundlage der Übertragungen ist, dass beide Institutionen davon profitieren müssen. Das ÖAW-Präsidium hat demensprechend die Ausarbeitung eines Restrukturierungsplans unter Einbindung aller Interessensgruppen der ÖAW sowie des BMWF bis Ende März 2012 angekündigt. Für die Frage der möglichen Übertragungen werden Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen die betreffenden Interessensgruppen vertreten sind (ÖAW, Universitäten, betroffene Institute).

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