Generika: Fakten statt Zahlenspielereien

Wien (OTS) - Die österreichische Pharmaquote liegt unter dem EU-Durchschnitt: 13 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben werden für Arzneimittel ausgegeben. Kostendämpfungserfolge bei den Krankenversicherungsträgern sind auf Senkungen der Ausgaben für Arzneimittel zurückzuführen.

Die Ausgaben für Arzneimittel liegen in Österreich mit 13 Prozent gemessen an den gesamten Gesundheitsausgaben unter dem europäischen Durchschnitt. Dabei sei die Generikaquote nur ein Aspekt, betonte Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, im Hinblick auf die Aussage des Acatavis CEOs Albrecht. Durch den im EU-Vergleich unterdurchschnittlichen Arzneimittelverbrauch in Österreich, die unter der Inflationsrate liegende Teuerung bei Medikamenten, das Auslaufen von Patenten sowie die freiwilligen Rabattleistungen der Pharmawirtschaft durch den Rahmen-Pharmavertrag werden bereits jetzt 60 Prozent des Kassensanierungsvolumens über die Einsparungen bei Arzneimitteln lukriert. Auch der Rechnungshof konstatierte jüngst, dass die Kostendämpfungen bei Medikamenten in der Höhe von 294 Millionen Euro auf das Auslaufen von Patenten bei besonders umsatzstarken Medikamenten zurückzuführen seien, so Huber.

Aus all diesen Gründen sei der länderübergreifende Vergleich von Generikaquoten nur bedingt geeignet, Aussagen über Einsparungspotentiale zu untermauern. " Die Generika-Preisregelungen sind in den einzelnen Ländern zu unterschiedlich. Dass die Quote im Hinblick auf den Gesamtmarkt 12 Prozent beträgt, ist nur einer von mehreren Parametern im Hinblick auf die Beschreibung des Marktes der Generika", betonte Huber. So verwende etwa der Hauptverband im Bezug auf den generikafähigen Markt eine Definition, die für 2010 43 Prozent Generikaquote ergibt, bezogen auf einzelne Wirkstoffgruppen betrage die Quote bis zu 100 Prozent. Außerdem trage die österreichische Regelung, der zufolge ab dem dritten Generikum auch das Originalmedikament zum Generikum-Preis abgegeben werden muss, wesentlich zu den Kostensenkungen bei. Das gleichpreisige Originalpräparat werde aber nicht in die Generikaquote mit einbezogen.

Bei medikamentösen Therapien gehe es vor allem darum, den größtmöglichen Behandlungserfolg bei den Patientinnen und Patienten sicherzustellen, sei es mit innovativen oder bewährten Arzneimitteln. Das Verfolgen irgendwelcher Quoten bedeute nicht automatisch eine Verbesserung der Versorgungsqualität im Gesundheitswesen, so Huber abschließend.

Eine Darstellung der Einsparungen durch die Generika-Preisregelung finden Sie auf www.pharmig.at im Bereich Publikationen / Daten & Fakten.

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand November 2011), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca.10.000 Beschäftigte.

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