FP-Frigo: Auch Impfungen werden von der Teuerungswelle in Wien erfasst

Auf Prävention wird offensichtlich nicht viel Wert gelegt

Wien (OTS/fpd) - Anstatt die Prävention von Erkrankungen zu fördern,
wie z.B. durch die Polioimpfung, werden Impfungen laut heutiger Gemeinderatssitzung in Wien wieder teurer. Gerade durch den vermehrten Zustrom aus östlichen und südlichen Ländern ist die Impfung aber besonders wichtig, sagt heute der FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Univ.Prof. Dr. Peter Frigo.

Vorsorge wird immer noch kleingeschrieben. So wurde der Impfausschuss des obersten Sanitätsrates mit Ende 2010 abgeschafft. Die Vorsorge wurde durch Vorsorge-Neu deutlich zusammengekürzt. Ein besonderes Desaster ist die Vorsorge im Bereich der Onkologie, denn das derzeitige Dickdarm-Screening ist ein wahrer Flop und das Mammakarzinom-Screening laut EU-Richtlinien eine Nivellierung nach unten. Dabei gibt es positive Pilotversuche in den Bundesländern, wie beispielsweise die Einberufung zur Abstrichuntersuchung, die aber in Wien ignoriert wurden, kritisiert Frigo.

Ein extremes Beispiel ist die HPV-Impfung gegen Gebärmutterkrebs. Diese wird in Niederösterreich und im Burgenland schon gefördert, während hierzu in Wien mit fadenscheinigen Argumenten lapidar abgewunken wird.

Abschließend fordert Frigo von den Verantwortlichen mehr Ehrlichkeit in der Gesundheitspolitik und klare Zieldefinitionen ein, denn eine kurzsichtige Spar- und Teuerungspolitik wird unser Gesundheitssystem langfristig ruinieren. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Wien, Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0005