Heinzl: Kein umweltfreundlicher Nahverkehr ohne gemeinwirtschaftliche Leistungen

Fekters Pläne würden öffentlichen Nahverkehr zerschlagen

Wien (OTS/SK) - Die Streichung aller öffentlichen Mittel für den fahrenden Bahnbetrieb, wie es Finanzministerin Maria Fekter laut einem Bericht in der heutigen "Presse" vorschwebt, würde einer Zerschlagung des österreichischen Schienennahverkehrsnetzes gleichkommen, warnt SPÖ-Verkehrssprecher Anton Heinzl. 2012 bestellt das Verkehrsministerium bei den Österreichischen Bundesbahnen gemeinwirtschaftliche Leistungen im Personen- und Güterverkehr um 669 Millionen Euro. Diese Mittel einzusparen, hieße, den österreichischen Bahnverkehr lahmzulegen. Geht es nach den Plänen der Finanzministerin, würden nämlich sämtliche Zugverbindungen im Nahverkehr gekappt. Übrig bleiben nur der eigenwirtschaftliche Fernverkehr auf der West-, Nord- und Ostbahn sowie auf der Brennerstrecke. "Über 90 Prozent der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer sind Nahverkehrsgäste - ihnen allen bliebe dann die umweltfreundliche Mobilität versagt", so Heinzl. ****

"Der öffentliche Nahverkehr ist eine unverzichtbare gemeinwirtschaftliche Leistung, die keine Eisenbahn der Welt zur Gänze über den Ticketverkauf erwirtschaften kann. Ohne Finanzierung durch die öffentliche Hand müssten die Tickets drei- bis viermal soviel kosten, sodass Bahnfahren nur mehr für die allerwenigsten Menschen leistbar wäre", erläuterte Heinzl.

Im Güterverkehrsbereich werden nur die Rollende Landstraße und der Transport gefährlicher Güter wie zum Beispiel hochbrennbare Flüssigkeiten mit öffentlichen Mitteln unterstützt. Beide Leistungen seien im Sinne des Umweltschutzes und der Verkehrssicherheit unverzichtbar. "Die Pläne der Finanzministerin würden zu einer massiven Rückverlagerung des Güterverkehrs auf heimische Straßen führen", warnt Heinzl. (Schluss) bj/mp

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