Energieabgabenvergütung: ÖHV geht bis zum VfGH

Wellness: Belebt ganze Regionen, soll aber totgespart werden

Wien (TP/OTS) - Die ÖHV tritt aktiv und kompromisslos gegen die Streichung der Energieabgabenvergütung auf: Es geht um fünf- bis sechsstellige Beträge. Für das Jahr 2006 muss der Antrag noch vor Jahreswechsel gestellt werden!

Der Rechnungshof hat 599 vernünftige Sparvorschläge ausgearbeitet. Anstatt aber nur einen davon umzusetzen, soll noch einmal der Tourismus die Staatskassen füllen. Der Versuch, dem Tourismus die Energieabgabenvergütung zu streichen, der Industrie aber nicht, ist schon einmal gescheitert. "Das ist und bleibt schlichtweg Diskriminierung. Wir wollten allen Beteiligten einen aufwändigen Prozess ersparen, aber die Regierung pokert lieber. Wir sehen uns vor Gericht", so Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). "Die Bankenkrise war teuer, die Politik braucht Geld. Aus Angst vor den Großen holt man es sich von den Kleinen."

"Für die Jahre vor 2011 können noch fünf Jahre rückwirkend Anträge auf Rückvergütung gestellt werden, also aktuell für die Jahre 2006 bis 2010", empfiehlt Reisenzahn, noch vor Jahreswechsel tätig zu werden.

Hoteliers sind nicht die Zahlmeister der Nation!

Viele Betriebe wenden sich an die ÖHV, die deren Vorgangsweise koordiniert und Musterbeschwerden durch alle Instanzen führt. "Das Interesse daran ist so groß wie der Zorn über Diskriminierung und fortgesetzte Ausbeutung", so Reisenzahn. Das ist verständlich, geht es doch um fünf- bis sechsstellige Euro-Beträge. Verstärkt wird der Eindruck dadurch, dass es für Kurzarbeit in der Industrie unbegrenzt Mittel gibt, während vom Tourismus abkassiert wird: "Dass Hotels keine Steuerflucht betreiben wird schamlos ausgenutzt, siehe die Ortstaxen in ganz Ostösterreich. Wir sind doch nicht die Zahlmeister der Nation", so Reisenzahn.

Wellness schafft Arbeitsplätze

Doch das schadet mehr als es nutzt: Wird doch das energieintensive Wellness-Angebot immer wichtiger für die Urlaubsentscheidung. Ganze Regionen profitieren von der Saisonverlängerung durch das wetterunabhängige Wellness-Angebot und Kurzurlauben. "Ohne Wellness und Thermen hätte die Nächtigungsbilanz in der verregneten ersten Sommerhälfte traurig ausgesehen", so Reisenzahn. Im Burgenland haben die Zuwächse in der Thermenregion die Rückgänge rund um den Outdoor-lastigen Neusiedlersee fast wettgemacht. Die Steiermark mit besonders hoher Thermendichte hat sogar profitiert, die höchsten Verluste gab es in weniger wellness-intensiven Regionen. "Bei Wellness sind unsere Hotels hervorragend positioniert: Für 70 % ist es zentraler Bestandteil des Angebots. Wir schädigen also einen wichtigen Wirtschaftszweig, der bereits unter zu wenig Wettbewerb auf dem Strommarkt leidet. Damit tun wir uns keinen Gefallen."

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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