Musiol zu Kindeswegnahme: Ergebnis verantwortungsloser Jugendwohlfahrtspolitik

Grüne: Sparmaßnahmen gehen auf Kosten der Familien, die dringend Hilfe benötigen

Wien (OTS) - "Der tragische Fall einer Mutter, die drei Jahre ihre Tochter nicht sehen konnte, ist auch das Ergebnis einer verantwortungslosen Jugendwohlfahrtspolitik der Regierung. Die dramatische Entwicklung der Jugendwohlfahrt ist den politisch Verantwortlichen seit Jahren bekannt. Getan wird nichts. Im Gegenteil, die Regierung entwertet soziale Arbeit, in dem sie seit Jahren die Budgets der sozialen Einrichtungen und Jugendämter kürzt", kritisiert die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol, anlässlich des aktuellen Falles, die Bundesregierung. "Immer drastischer wird bei Prävention und beim Personal im Allgemeinen gespart. Damit bleibt den SozialarbeiterInnen in der Wohlfahrt kaum mehr die Möglichkeit, rechtzeitig zu helfen, bevor es zur Eskalation wie der Kindeswegnahme kommt."

"Die Bundesregierung verspricht seit Jahren ein neues Kinder- und Jugendhilfegesetz, das nach wie vor von den Ländern blockiert wird. "All das geht auf Kosten der Kinder und Familien, die dringend Hilfe bräuchten", kritisiert Musiol scharf. "Wenn dann wieder einmal etwas Dramatisches passiert, werden einzelne SozialarbeiterInnen und Jugendämter kritisiert, anstatt das System zu ändern und mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen."

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