FPÖ-Mölzer: Die Türkei beweist erneut ihre nicht vorhandene Europareife

Ankara will Botschafter aus Paris abziehen, falls Frankreich Leugnung des Genozids an Armeniern bestraft - Türkei verhöhnt damit europäische Werte

Wien (OTS) - Die Türkei beweise erneut, dass sie alles andere als europareif sei, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zu einem Bericht der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, wonach Ankara seinen Botschafter aus Paris abziehen wolle, falls das französische Parlament wie geplant in der kommenden Woche ein Gesetz verabschiedet, das das Leugnen des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich strafbar macht. "Das Verhalten Ankaras ist nicht nur ein Affront gegenüber Frankreich, sondern auch eine Verhöhnung der vielzitierten europäischen Werte", stellte Mölzer fest.

Wenn die Türkei auf Europa zugehen wolle, dann werde sie sich, so der freiheitliche EU-Mandatar, auch den dunklen Seiten ihrer Geschichte stellen müssen. "Und dazu gehört insbesondere die Anerkennung des Genozids an rund eineinhalb Millionen christlichen Armeniern vor knapp einhundert Jahren. Darüber hinaus wäre den letzten Überlebenden bzw. den Nachkommen der Opfer Entschädigung zu leisten, wenn die Türkei europäische Standards erfüllen will", betonte Mölzer.

Allerdings wies der freiheitliche EU-Abgeordnete darauf hin, dass aufgrund der Sturheit Ankaras in dieser wie auch in vielen anderen Fragen - beispielsweise der Achtung der Menschenrechte - nicht mit einer Haltungsänderung zu rechnen sei. "Deshalb müssen die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei besser heute als morgen abgebrochen und statt dessen Gespräche über die Schaffung einer privilegierten Partnerschaft begonnen werden", schloss Mölzer.

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